Seit einiger Zeit gibt es Kritik am Zustand des Wilhelminenweges in Vielbaum. Bürgermeister und Verwaltung haben jetzt reagiert.

Vielbaum l "Die Anwohner der etwas abseits gelegenen Höfe haben mit ihrer Beschwerde recht", stellte Bürgermeister Hans-Joachim Hildebrandt nach der jüngsten Sitzung des Gemeinderates am Mittwochabend fest. Die im Jahr 2005 parallel zur B189 gebaute Piste ist in der Tat sichtlich in Mitleidenschaft gezogen, was offenbar vor allem auf das Konto schwerer landwirtschaftlicher Technik geht, für die der Weg aber nicht ausgelegt ist.

Anlieger zahlen nur einmal

Kein Wunder: Die rund 1500 Meter lange Strecke wurde in Sachen Belastung seinerzeit nur als Anliegerstraße geplant. Die Nutznießer wurden im Rahmen der Straßenausbaubeitragssatzung deshalb auch anteilmäßig zur Kasse gegeben. Was noch ein Grund für die Anrainer ist, auf den Zustand der Strecke zu verweisen. Nach einem Vor-Ort-Termin mit dem Seehäuser Bau- und Ordnungsamt und der Ratssitzung am Mittwoch, an der auch einige der Betroffenen teilnahmen, scheint aber wieder Einvernehmen hergestellt zu sein.

Zum einen gingen die Anlieger in der Gewissheit nach Hause, dass sie für eine mögliche Weginstandsetzung nicht noch einmal zur Kasse gebeten werden können. Die wäre Pflicht des Straßenbaulastträgers - in dem Fall die Gemeinde Aland, so der Bürgermeister. Hildebrandt weiß aber auch um die klammen Finanzen der Gemeinde Bescheid und brachte mit den Fachämtern den Vorschlag ins Gespräch, die gewachsene Bankette zum Graben so abzufräsen oder streckenweise zu durchbrechen, dass das Wasser ordentlich abfließen und keinen weiteren Schaden zum Beispiel durch Frost anrichten kann. Zudem soll die Strecke auf eine maximale Nutzlast von 15 Tonnen beschränkt werden. Ausnahmen sind nur für die Ver- und Entsorgungsfahrzeuge vorgesehen. Die Landwirte müssen mit Gülle- oder Erntehängern den Acker über die anderen Auffahrten erreichen.