Osterburg (igu) l Die Stadt hat einen Vertrag für einen möglichen Pächter für das Biesebad erarbeitet. Wie der Bauausschuss so äußerte sich auch ein Großteil des Finanzausschusses, der am Mittwochabend im Verwaltungsgebäude zusammen kam, etwas skeptisch zu den im Papier festgehaltenen Modalitäten.

Auch wenn Vorsitzender Michael Handtke anmahnte, dass die Zeit im Nacken sitzt und ein möglicher Betreiber bereits schon Wochen vor der Bade-Saison gefunden werden müsste, waren andere Ausschuss-Mitglieder eher für die Überarbeitung des Vertrages. "Der Betreiber muss zugleich Bademeister, Kioskbesitzer und Gärtner sein", sagte Lothar Braune bezogen auf die vielen Pflichten, die der künftige Pächter meistern muss. "Das packt keiner allein", pflichtete Bernd Kowalczik bei. Einige störten sich auch an der Passage, dass ein Zuschuss seitens der Stadt für die Betreibung der Freizeitstätte, die aktuell umgestaltet wird, ausgeschlossen ist. Desweiteren hätte der Betreiber nicht die Möglichkeit, das Areal als Campinggelände zu nutzen, um Einnahmen in die Kasse zu spülen. Detlef Kränzel, stellvertretender Einheitsgemeinde-Bürgermeister klärte auf, dass die Auflagen für ein Campingbetrieb nicht gegeben sind. Dafür ist der Sanitärtrakt nicht ausgelegt. Er erinnerte daran, dass die Stadt bereits das Hallenbad auf dem Fuchsbau mit 50000 Euro jährlich bezuschusst und somit eine Lösung für das Biesebad zu finden sei, die nicht die Stadtkasse belastet.

Rainer Moser, der auch im Bauausschuss mitarbeitet, brachte den tags zuvor dort geborenen Vorschlag, eine Arbeitsgruppe zu bilden.