Am Sonntag erklang in der Nicolaikirche "Adventsmusik im Kerzenschein". Die jüngste Auflage der Traditionsreihe läutete zugleich das Finale des Osterburger Weihnachtsmarktes ein.

Osterburg l Die Adventsmusik wurde von einem großen Ensemble, bestehend aus Chor und Instrumentalisten, getragen. Wie in den Jahren zuvor erfreute sich dieses Benefizkonzert zugunsten der Rekonstruktion der Buchholzorgel großen Zuspruchs der Bevölkerung; bis auf das Seitengestühl und einige hintere Plätze war die Kirche voll besetzt. Der Eintritt war frei, aber um eine Spende wurde gebeten.

"Wir wollen uns einstimmen auf die Zeit, in der die Ankunft Jesu Christi als der Heiland erwartet wird", brachte Pfarrerin Claudia Kuhn in ihren Begrüßungsworten zum Ausdruck. Und so sangen sowohl Chor als auch die Besucher gemeinsam das bekannte Lied "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit", mit dem die Christen empfangsbereit sein wollen, um den Gottessohn willkommen zu heißen und wurden im Laufe des Liedes noch deutlicher: "Komm, o mein Heiland Jesu Christ, mein`s Herzens Tür dir offen ist."

Geistliches Liedgut aus mehreren Jahrhunderten und der Gegenwart hatten Sängerinnen und Sänger sowie Bläser und Flötenspielerinnen für dieses Konzert einstudiert; auch Klassiker waren dabei wie das "Wachet auf ruft uns die Stimme" von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). Ergriffenheit und Wärme zog sichtlich in die Herzen und Gemüter der von der Kühle betroffenen Menschen in den Bankreihen ein, als solche Weisen erklangen wie "Herbei o ihr Gläubgen", "Fröhliche Weihnacht überall", "Kommet ihr Hirten" und "Zu Bethlehem geboren" - wo um das Mitsingen gebeten wurde, im Programm kenntlich gemacht, stimmte man bereitwillig ein. Das Konzert stand unter der Gesamtleitung von Kreiskantor Friedemann Lessing. Viele Probenabende waren dem vorausgegangen. Die Generalprobe vor dem Konzert waren noch einmal zwei anstrengende Stunden für den Kantor und seine Mitstreiter. Der eigentliche Auftritt war dann sehr gelungen. Der Beifall zum Schluss, der eine Zugabe forderte, und die Spendenbereitwilligkeit waren der Lohn für die Mühe.

Ortsbürgermeister mit Budenzauber zufrieden

Als Mitwirkende hatte Friedemann Lessing aufgeboten: die Regionalkantorei Osterburg/Werben, Mitglieder des Gemischten Chores Osterburg, Schülerinnen der Musik- und Kunstschule Stendal-Ihleborgh-Haus, Instrumentalisten der Evangelischen Kirchengemeinde St. Nicolai Osterburg, die Nicolaibläser Osterburg und das Flötenensemble von St. Nicolai. Für die Liturgie war Pfarrerin Claudia Kuhn verantwortlich.

Die Adventsmusik setzte den Schlusspunkt hinter den Osterburger Weihnachtsmarkt. Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose äußerte sich gestern lobend über den Budenzauber. Auch wenn es im Detail noch Verbesserungsmöglichkeiten gebe, sei der Markt eine runde Sache gewesen. "Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg", schätzte er ein. Ein Beleg dafür: Mehrere von ihm befragte Händler seien mit der Besucherresonanz so zufrieden gewesen, "dass sie im nächsten Jahr gern wiederkommen wollen."

Als sehr gelungen bewertete Klaus-Peter Gose zudem den "Hof der Vereine", der in Zusammenarbeit mit dem Kreismuseum etabliert wurde. Mehrere Vereine nutzten diese Möglichkeit, sich mit eigenen Angeboten in das Geschehen einzubringen, so der Bürgermeister, der mit Blick auf den Budenzauber 2015 auf einen erneuten "Hof der Vereine" hofft.