Mit der Mittelstraße endet ein wichtiges Kapitel Stadterneuerung in Seehausen. Gestern wurde das Objekt nach rund elf Wochen Bauzeit übergeben.

Seehausen l Nachdem der Seehäuser Bürgermeister kürzlich zur Übergabe der ersten sanierten Straße über das Hochwasserprogramm nach Losenrade eingeladen hatte, schnitt Detlef Neumann gestern Vormittag mit tatkräftiger und gut gelaunter Unterstützung durch Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte Klosterschulplatz das symbolische Band an der Mittelstraße im Zentrum der Hansestadt durch. Nur dieses Mal unter einem völlig anderen Vorzeichen.

Denn die rund 130 Meter lange Trasse markiert den Endpunkt der Straßenbaumaßnahmen mit Unterstützung durch die Städtebausanierung unter der treuhänderischen Regie der BIG Städtebau. 1991 wurde die Alandstadt in das Programm aufgenommen, 1995 das erste Straßenbauvorhaben realisiert. Das heißt, nach fast 20 Jahren endet für Seehausen eine Zeit, die das Gesicht der Stadt nachhaltig prägte und prägt.

Schmuckstein zur Erinnerung gesetzt

So sieht es auch das Stadtoberhaupt, das an der Einfahrt von der Mühlenstraße zusammen mit Christian Punzel von der gleichnamigen Stendaler Baufirma einen Schlussstein mit der Jahreszahl 2014 setzte. Wobei Neumann auf die Zuschüsse im Laufe der vielen Jahre verwies, aber auch betonte, dass die Stadt durchaus ihren Eigenanteil geleistet habe.

Den beiden symbolischen Akten ging gestern die Bauabnahme voraus, die allerdings keine nennenswerten Beanstandungen erbrachte. Neumann zeigte sich sowohl mit der Arbeit von Planer Jan Salomo als auch mit der Bauausführung von Punzels Leuten zufrieden. Zwei Anwohner, die das Spektakel verfolgten, bekräftigen die positive Wertung.

Die Pläne für die Mittelstraße liegen immerhin schon seit rund 14 Jahren in der Schublade und wurden erst 2013 aktualisiert, weil die Stadtväter zuvor immer wieder andere Prioritäten setzen mussten. Am 22.September fiel der Startschuss für die Bauarbeiten. Gestern erfolgte die Freigabe der kleinen, aber feinen und durchaus wichtigen Straße im Stadtzentrum, so Neumann.

Eine Straßenlaterne muss am Ende reichen

Die Baukosten belaufen sich nach vorläufigen Rechnungen auf gut 178000Euro, die Nebenkosten auf rund 35000 Euro. Für das Geld hat die Stadt eine Natursteinfahrbahn samt Regenentwässerung bekommen. Auf eine Sache müssen sich die Anlieger aber noch gedulden. Die Straßenbeleuchtung ist wegen Lieferengpässen noch nicht installiert. Ob das später groß ins Gewicht fällt, bleibt indes abzuwarten. Weil die Kommunen allgemein bei Laternen sparen, ist zwischen Mühlen- und Grabenstraße nur eine Lampe geplant.