Seehausen l Nachdem sich der alte Stadtrat Seehausen 2013 bereits zur Zukunft des Waldbades bekannt hatte, fasste auch das neu gewählte Gremium in der letzten Sitzung dieses Jahres am Donnerstagabend einen entsprechenden Beschluss.

Hintergrund ist nicht zuletzt die Förderung in der auslaufenden Leader-Periode, die der Kommune knapp 100000Euro für Sanierungsmaßnahmen im Naherholungszentrum in die Kasse spülte und mit dem Eigenanteil Investitionen von rund 150000 Euro ermöglichten. Das Geld floss schwerpunktmäßig in die Erneuerung der Umkleideräume und der sanitären Anlagen.

Die Zuschüsse sind allerdings auch über zwölf Jahre zweckgebunden. Heißt: Falls das Waldbad in der Zeit nicht mehr gehalten werden könnte, müsste die Stadt das Geld zurückzahlen.

Auch der neue Stadtrat votierte fast einstimmig für den Erhalt des Bades. Zumal die Kommune und der Badförderverein sich weiter Unterstützung vom Leader-Programm erhoffen und offenbar auch bei der verantwortlichen Lokalen Aktionsgruppe Altmark einen recht guten Stand haben.

Eine Umfrage stärkt Politikern den Rücken

Es gab nur eine Stimmenthaltung. Und zwar von Susanne Bohlander, die für die Bündnis-Grünen in den Stadtrat eingezogen ist. Die Enthaltung war insofern konsequent, weil ihre Fragen zu vergangenen Investitionen und zukünftigen Vorhaben sowie zum jährlichen Zuschussbedarf nicht alle zu ihrer Zufriedenheit beantwortet wurden. Dass sich die Steinfelderin mit älteren Fakten noch nicht so auskennt, darf man ihr nicht vorwerfen. Und dass sie als einzige unter den frisch gewählten Kommunalpolitikern in der Runde Fragen stellte, muss im Umkehrschluss nicht heißen, dass die anderen neuen Ratskollegen viel besser informiert sind.

Fest steht, dass der jährliche Zuschussbedarf trotz rund 11000Gästen pro Saison bei bis zu 50000Euro und der Finanzbedarf für ein dringend benötigtes Becken bei etwa zwei MillionenEuro liegt. Fest steht nach einer Umfrage des Fördervereins aber auch, dass die überwältigende Mehrheit der Seehäuser am Bad hängt und dass die Einrichtung nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch eine Frage des Wohlfühlens ist. Und weil der Stadtrat zuvor A gesagt hatte, ließ er im nicht öffentlichen Teil das B folgen. Wie Detlef Neumann auf Nachfrage der Volksstimme mitteilte, ist auch die Betreibung des Waldbades jetzt bis 2017 vergeben.