Auf große Resonanz stieß am Donnerstag die Vorstellung der Broschüre über den Hindenburger Maler und Lehrer Erhard Tramp. Dazu hatte der Kulturförderverein Östliche Altmark nach Hindenburg eingeladen.

Hindenburg l Nicht von ungefähr war von den Organisatoren der Präsentationsveranstaltung die ehemalige Hindenburger POS (Polytechnische Oberschule) auserkoren worden. Denn die Schule war lange Zeit die Wirkungsstätte von Erhard Tramp. Dort war er als Lehrer tätig. Sein langjähriger Kollege Peter Müller hatte die Schule für die Veranstaltung geöffnet. Sogar das alte Schild "POS Hindenburg" war am Eingang wieder angebracht worden.

"Wer unsere Landschaft kennt, findet sie in der Broschüre wieder."

Wolfgang Haacker, Projektkoordinator

Die zahlreichen Besucher fanden im Schulflur eine Ausstellung mit Bildern des begabten Hobbymalers Erhard Tramp vor. Weitere Werke und eine kleine Dokumentation über sein Leben gab es im Geografieraum zu sehen, wo auch die Präsentation stattfand. "Ich bin überwältigt, dass sich so viele Leute hier in dieser Schule eingefunden haben", so Müller zu Begrüßung.

"Ich sehe eine ganze Reihe ehemaliger Kollegen und ehemaliger Schüler, aber auch einige Künstler, die gut einschätzen können, was Erhard Tramp malerisch und zeichnerisch geschaffen hat." "Heute geht es darum, einen Hindenburger zu ehren, der lange in diesem Haus gewirkt hat. Die Broschüre ist ein wichtiger Beitrag, dass er in Zukunft nicht vergessen wird." Müller erklärte, dass die Idee zur Erstellung einer Broschüre über den Künstler im Rahmen der Erhard-Tramp-Ausstellung im Osterburger Kreismuseum entstanden sei. Ein Besucher aus Berlin sei es gewesen, der die Anregung gab.

"Wer unsere Landschaft kennt, der findet sie hier wieder", begann Wolfgang Haacker, Projektkoordinator des Kulturfördervereins Östliche Altmark, seine Ausführungen, während er ein Exemplar der druckfrischen Broschüre zeigte, die man auch als kleines Buch bezeichnen kann. "Das Ergebnis ist hervorragend. Die rund 80 dargestellten Bilder Tramps kommen gedruckt sehr gut herüber. Darüber gibt es Interessantes über das Leben Erhard Tramps in Textform." Wie Haacker weiter erläuterte, sei der Lebenslauf des Malers und Lehrers von dem Hindenburger Hobbyhistoriker Christian Falk verfasst worden, der am Donnerstag mit anwesend war.

Der Kulturförderverein habe sich bewusst entschieden, den Druckauftrag an ein kleinen Verlag aus der Region zu vergeben - den Wienecke-Verlag Tangermünde. Es sei eine sehr gute Zusammenarbeit gewesen. Haacker brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, dass diese Heimatliteratur künftig auch Bestandteil des Schulunterrichtes werden möge.

Bei der Veranstaltung mit anwesend war auch der Maler Günter Lüder. Er war mit Erhard Tramp befreundet. Der Meseberger malt heute auf der Staffelei des Hindenburgers. Er hatte sie nach dessen Tod von Tramps Frau geschenkt bekommen - zu treuen Händen. Lüder erzählte eine kleine Episode aus dem Leben des Hindenburgers und stellte dessen Natur- und Tierliebe heraus.

Die Broschüre ist unter anderem über den Kulturförderverein zu beziehen. Es wird sie aber auch in den Buchhandlungen der Region geben.

 

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