Jeggel (wsc) l Rundumlicht an zwei in die Jahre gekommenen Barkas B1000-Feuerwehrautos neben der Brücke über den Zehrengraben zwischen Jeggel und Lindenberg zog am Freitagabend die Aufmerksamkeit von Autofahrern, die in der Dunkelheit die Brücke passierten, auf sich. Bei vermindertem Tempo sah man im Licht von Scheinwerfern, wie Frauen und Männer der Feuerwehren aus diesen beiden benachbarten Orten mehrere Leitern ineinander steckten und damit eine Behelfsbrücke neben der Straßenbrücke aufbauten. Von den beiden Wehrleitern Falk Butnop und Renè Stepanek war vor Ort zu erfahren, was es mit diesem Spektakel auf sich hatte.

Um es vorweg zu nehmen, es war kein Mensch in den Zehrengraben gefallen, der nun gerettet werden sollte. Die beiden Wehren trafen sich an der Gemarkungsgrenze, um die seit einem Jahr bestehende enge Zusammenarbeit zu dokumentieren. Gemeinsam kann man sie als eine Wehr betrachten, die konzentriert ihre Kräfte bündelt. Eine amtliche Zusammenlegung zu einer Wehr besteht allerdings noch nicht. Dazu seien noch einige amtliche Hürden und Verfahren zu nehmen, so der stellvertretende VG-Wehrleiter für diesen Bereich, Norman Schulze. Trotzdem wurde am Freitagabend das "Einjährige" gefeiert. Als die provisorische Leiterbrücke fertig war, näherten sich von beiden Seiten Falk Butnop und Renè Stepanek unter dem Beifall der Kameraden und nahmen durch einen Handschlag in der Brückenmitte die symbolische Zusammenlegung ohne den Segen des Innenministers vor. Trotz Prophezeiungen fiel keiner in den Zehrengraben. Bei Glühwein und anderen Getränken wurde noch eine Weile am Wasser geklönt, bis das Abendbrot in Form eines gebackenen Schweines im Jeggeler Gerätehaus eingenommen wurde.