Der seit 2013 bestehende DRK-Ortsverein der Einheitsgemeinde Osterburg würde gern in der Biesestadt eine Kleiderkammer als feste Institution etablieren.

Osterburg l "Wir sind der festen Überzeugung, dass eine Kleiderkammer in Osterburg sehr zum Tragen kommen könnte", ist sich Vorsitzende Uta Goll und "ihre" Mannschaft, die sich am Donnerstagabend im neuen Mehrgenerationenhaus des Deutschen Roten Kreuzes zur Jahresversammlung trafen, sicher. Aber die Suche nach einem geeigneten Objekt würde mehr Probleme bereiten als gedacht.

Der Verein nahm sechs Immobilien in der Biesestadt in die engere Wahl, führte intensive Gespräche mit Inhabern oder Verwaltern und besichtigte die Räumlichkeiten. "Bisher sind unsere Bemühungen erfolglos geblieben", bilanzierte Uta Goll, die am Donnerstagabend erneut zur Vorsitzenden gewählt wurde. Und auch die Stadt konnte bei einem geeigneten Standort für die Kleiderkammer, die bedürftigen Menschen Kleidung anbietet, nicht helfen. Die Hansestadt erkenne die Bestrebungen des Vereins nach einem Objekt an, kann selbst aber nicht mit entsprechenden Räumlichkeiten dienen. "Ein Objekt ist nicht zum Nulltarif zu haben."

Und auch nicht ganz glücklich schaut der Ortsverein auf eine andere Situation: Das Foyer des Ende September eingeweihten Mehrgenerationenhauses, in dem auch der Nachwuchs betreut wird, konnte am Donnerstag erstmalig für Veranstaltungen - am Nachmittag eine Weihnachtsfeier, am Abend die Jahreshauptversammlung - genutzt werden.

Alter Vorstand erhielt das Vertrauen

Ein wichtiges Detail im Raum musste nochmal geändert werden. Und wie es aktuell eingeschätzt wurde, stünde das Foyer erst ab spätem Nachmittag für diverse Treffen zur Verfügung. "Für viele Senioren zu spät." Es laufe noch nicht zur Zufriedenheit. Aber die ehrgeizige Ortsvereins-Mannschaft, die gern noch einige Personen in ihren Reihen haben würde, steckte trotz der noch bestehenden Probleme Ziele für die Zukunft ab. Neben der Einrichtung einer Kleiderkammer steht die einer Lese-Ecke auf der Prioritätenliste ganz oben. Dort könnten Senioren unkompliziert Bücher ausleihen und wieder abgeben. "Wir haben bereits Kontakt mit den Mitarbeiterinnen der Stadt- und Kreisbibliothek aufgenommen", sagte Goll, die als eine Möglichkeit das Mehrgenerationenhaus nannte, in dem so eine Ecke mit diversem Lesestoff eingerichtet werden könnte. Auch Veranstaltungen mit Kommunalpolitikern, Ärzten oder den Regionalbereichsbeamten sollen organisiert werden. Das Angebot könnte zudem mit sportlichen Gymnastikstunden - ein Mitglied hat einen entsprechenden Übungslehrgang absolviert - bereichert werden.

Die Wahl nur ein Jahr nach der Gründung musste erfolgen, da im Januar 2015 auch beim Kreisvorstand neue Wahlen anstehen. Und die Statuten besagen, dass kurz zuvor die Ortsvereine an der Reihe sind. Um diesem Rhythmus gerecht zu werden, sprachen die Anwesenden dem alten Vorstand erneut das Vertrauen aus.