Plätz/Goldbeck l Die Einwohner von Plätz können aufatmen. Der langjährige Ortswehrleiter, Frank Hoedt, hat sich nach seinem Rücktritt Anfang September (wir berichteten) nun doch überzeugen lassen, als Wehrleiter weiterzumachen. Der Verbandsgemeinderat Arneburg-Goldbeck beschloss während seiner Sitzung am Montag die Berufung Hoedts in das Ehrenbeamtenverhältnis für die Dauer von sechs Jahren. Der Plätzer verpflichtet sich im Gegenzug, die noch ausstehende Ausbildung zum Leiter einer Feuerwehr zeitnah zu absolvieren.

Für seinen Rücktritt hatte Frank Hoedt im September gegenüber dem Verbandsgemeinderat zwei Hauptgründe angeführt: seine große Enttäuschung darüber, dass seine umfangreichen Qualifikationen (unter anderem Gruppenführer) nicht für die sechsjährige Ernennung zum Ehrenbeamten anerkannt wurde. Zudem übte er scharfe Kritik an der "Informationspolitik" der Verwaltung. Er sei über die Nichtanerkennung der Qualifikation und die Konsequenzen nicht informiert worden.

Der Rücktritt des Wehrleiters hatte vor allem in Plätz Besorgnis ausgelöst. Die Einwohner sorgten sich um die Einsatzbereitsschaft der Feuerwehr und auch in den Reihen der Kameraden brodelte es. Sie stellten sich hinter ihren Wehrleiter. Verschiedene Seiten bemühten sich nach dem Rücktritt jedoch, Frank Hoedt davon zu überzeugen, seinen Schritt noch einmal zu überdenken.

Versammlung in Plätz brachte offenbar Durchbruch

Besonders intensiv hatte sich dafür der ehemalige Plätzer Bürgermeister Siegfried Limmer eingesetzt. Unter anderem hatte es in Plätz eine Versammlung gegeben, wo nach einem Kompromiss gesucht wurde, mit dem alle Seiten leben konnten. Hoedt ließ sich darauf ein.

Der Kompromiss sah so aus, dass der Plätzer Wehrleiter für sechs Jahre (statt nur für zwei) ins Ehrenbeamtenverhältnis berufen wird und er möglichst zeitnah den ihm noch fehlenden Lehrgang zum Leiter einer Feuerwehr absolviert. Den Beschluss zur Berufung Hoedts fasste der VG-Rat am Montag einstimmig.