Wenn sich in Königsmark und Rengerslage Senioren zum Kaffee treffen oder Knirpse in Fantasykostümen auf Hallooween-Beutezug gehen, ist Ute Roefe fast immer mittendrin. Seit vielen Jahren ist es für die Königsmarkerin eine Selbstverständlichkeit, sich für ihren Heimatort und dessen Einwohner einzubringen. Dafür erhält sie den Blumenstrauß des Monats Dezember.

Osterburg l Seit knapp drei Jahrzehnten ist Königsmark das Zuhause der gebürtigen Rohrbeckerin. Der Beruf brachte die 49-Jährige und ihren Ehemann Ronald in das Dorf. Die Kindergärtnerin wurde "1985 in die Königsmarker Einrichtung delegiert. Ja, delegiert. Damals war das noch so", erinnert sie sich schmunzelnd an die Anfangszeit in der Tagesstätte, die sie seitdem als Leiterin führt.

Die Neu-Einwohnerin benötigte nicht lange, um sich in ihrem neuen Wohnort heimisch zu fühlen. Schnell mischte sie im Dorfleben mit. "Königsmark hatte zu dieser Zeit sehr viele junge Leute. Klar, dass wir etwas zusammen unternommen haben."

2011 Verein aus der Taufe gehoben

Nach der Wende konzentrierte sich das kulturelle Leben im Dorf zuerst in der Gaststätte. Mit ihrer Schließung wechselte das Geschehen über die Straßenseite zur gegenüberliegenden Tagesstätte. Dort pochte das "Herz" des Königsmarker Dorflebens, dort liefen die organisatorischen Fäden zusammen.

Bis engagierte Einwohner 2011 den Kultur- und Sportverein Altgemeinde Königsmark gründeten. Seitdem sind die Aktivitäten in der Ortschaft unter dessen Dach gebündelt. Das gilt für die Ostereier-Suche oder den Halloween-Umzug für die Kinder, die Seniorenveranstaltungen, Ausflugsangebote, Spielenachmittage oder die Treffs einer Handarbeitsgruppe. Der Königsmarker Verein setzt viele Akzente. Ute Roefe arbeitet als Schriftführerin im Vorstand mit, zudem bringt sie sich in die Organisation und die Durchführung der verschiedensten Veranstaltungen ein. So sehr, dass der Königsmarker Ortsbürgermeister Enrico Günther für die zweifache Mutter und stolze Großmutter ein ganz besonderes Kompliment findet. "Sie ist die gute Seele unserer Ortschaft", macht er deutlich.

Ute Roefe kümmert sich unter anderem auch um Veranstaltungen, wie die alle zwei Monate stattfindenden Senioren-Kaffee-Runde. Angebote wie dieses sind ihr wichtig, "weil sie unsere älteren Einwohner aus ihren vier Wänden holen und ihnen die Möglichkeit geben, sich miteinander auszutauschen, ins Gespräch zu kommen." Jüngstes Beispiel dafür war die Seniorenweihnachtsfeier vor wenigen Tagen, "die, so glaube ich, bei unseren Seniorinnen und Senioren sehr gut angekommen ist."

Feier: Viele Einwohner brachten sich ein

Ebenso wie über die gelungene Feier freut sich Ute Roefe darüber, dass die Altgemeinde Königsmark in der Vergangenheit deutlich zusammengerückt ist. "Das war ganz besonders bei unserem Jubiläumsfest in diesem Jahr zu spüren. Einfach klasse, wie viele Einwohner sich eingebracht und mitgeholfen haben", lobt sie.

Über ihr eigenes Engagement, das sie seit nunmehr knapp drei Jahrzehnten stetig für ihren Heimatort an den Tag legt, verliert Ute Roefe aber keine großen Worte. "Das ist für mich selbstverständlich. Und ich kann eben nicht nein sagen, wenn ich gefragt werde", erklärt die Leiterin der Tagesstätte schmunzelnd.