Wer dem Trubel der Weihnachtsmärkte in der Region etwas entfliehen wollte, der hatte am 4. Advent dazu in Losenrade die beste Möglichkeit.

Losenrade l Das Künstlerhaus "Raspeliere", in dem die beiden freischaffenden Künstler Kerstin Schneggenburger und Josef Waldow seit über 20 Jahren tätig sind, war am Sonntag für die Öffentlichkeit zugänglich. Alle Ausstellungsräume, auch die, die zum Teil in diesem Jahr fertiggestellt wurden, konnten besichtigt werden.

Treibgut der Elbe regt die Fantasie an

Empfangen wurden die vielen Besucher von der "Losenrader Tierwelt" in Fotos sowie Postkarten zu "Miracula albiensis". Wechselrahmen, bezogen mit lichtechten, handbemalten Buntpapieren bildeten eine Einheit mit den fotografischen Exponaten. Im benachbarten Raum, wo bis zur Wende noch die Eierannahmestelle von Elli Neubauer für die Losenrader existierte, fühlte man sich von weichem, naturnahen Licht umschmeichelt. Dort waren unter anderem die Lichtobjekte in Form von Segelschiffen zu sehen. Treibgut der Elbe, Stahldraht und selbstgefertigtes Papier bildeten die Grundlage für diese leuchtenden maritimen Objekte.

In der oberen Etage stieß der Blick auf mehrere großformatige Bilder und auf "La nouvelle Arche". An diesem Lichtobjekt fallen besonders die geschwungenen Segel und die vier Tier-skulpturen auf.

Dass die beiden Künstler früher in Westberlin ein Atelier für künstlerische Buntpapiere besaßen, konnte man auch an einer Ausstellung sehen, wo einst arg beschädigte antiquarische Bücher mit neuen Einbänden versehen wurden. Manch einer der Besucher sah hierin auch die Möglichkeit für ein nicht alltägliches Weihnachtsgeschenk.

Bei Glühwein, Kaffee und Kuchen kamen viele der Besucher anschließend noch ins Gespräch mit den beiden Künstlern in ihrem Haus am Elbdeich in Losenrade.

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