Mit seiner Sangeskunst begeisterte der Männerchor Seehausen seine Zuhörer bei einem Konzert in der Salzkirche.

Seehausen l Selbst in der heutigen Zeit sehen etliche in der Zahl 13 eine unheilvolle Bedeutung. Ausgehend vom Christentum, als Jesus beim letzten Abendmahl vom 13. in der Runde, von Judas, verraten wurde, hat diese Zahl unterschwellig ihre Bedeutung nicht verloren. Die Herren vom Männerchor Seehausen/Altmark 1856 führten diese Angst aber ad absurdum. Bei ihrem jüngsten Konzert, es war laut Aussagen des Vereinsvorsitzenden Jürgen Ulrich das 13. in Folge, war es eher eine Glückszahl. Denn in der voll besetzten Salzkirche bekamen sie nach ihrer Aufführung stehende Ovationen durch das treue Publikum.

15 Minuten vor dem offiziellen Beginn um 19 Uhr wurden die ersten Besucher eingelassen, denn vorher nutzte der Chorleiter Sven Peuker mit seinen Männern die Zeit noch zum Einsingen.

Wenige Minuten später waren alle Plätze in der beheizten Salzkirche belegt. Für die zuletzt gekommenen Gäste gab es nur noch die zusätzlich aufgestellten Bänke im Seitenbereich. Souverän meisterten die Sänger den ersten Teil der Lieder ihres reichhaltigen Repertoirs, bei dem nicht nur das "Ave Maria" von Franz Schubert mit Sologesang von Bodo Behrendt mit viel Beifall bedacht wurde. Das Publikum wurde in Kenntnis gesetzt, dass ab diesem Jahr der Chor eine gesangliche Verstärkung durch Ralf Behrendt, Detlef Ferch, Raimer Johst Hoheisel und Friedhelm Gottschalk erfahren hat. "Sonst übernimmt ja die Aufgabe des Auszeichnens immer der Vereinschef, aber da er heute im Auszeichnungsblickpunkt steht, darf ich das machen", erklärte Renè Berndt.

Berndt oblag es deshalb, die Urkunde für 40 Jahre Singen im Chor des Landeschorverbandes Sachsen-Anhalt an Jürgen Ulrich zu überreichen. Mächtiger Beifall begleitete diese Prozedur, bei der auch eine Flasche "Spezial-Stimmöl" überreicht wurde. Rezitationen und auch Chorgesang in kleiner Besetzung, bei der beispielsweise das Spiritual "Santa Claus is coming" zweisprachig zur Aufführung kam, begeisterten das Publikum. Nach "Transeamus" durch den ganzen Chor erklang "O du fröhliche" mit dem "Zuschauerchor" als letzter Programmpunkt.

Der Beifall endete mit stehenden Ovationen erst, als es ersichtlich war, dass noch eine Zugabe erfolgte. Mit dem flämischen Abendlied, bei dem Sven Peuker als Solist und Dirigent wirkte, hatte der Chor die richtige Auswahl getroffen. Anschließend konnte man noch bei Schmalzstullen und Glühwein mit den Sängern ins Gespräch kommen.

Bilder