Osterburg hat sich für die Landesliteraturtage 2015 beworben. Anlass, einmal mit dem Club Altmärkischer Autoren auf das vergangene Jahr zurückzublicken.

Osterburg l In unterschiedlicher Besetzung traten die Autoren auf verschiedenen Veranstaltungen auf. Als Höhepunkte nannten Liedermacher Thomas Stein und Edgar Kraul in der ersten Jahreshälfte die Lesungen in Oerlinghausen und Stendal. Im April feierte der Förderverein der Bibliothek von Osterburgs Partnerstadt Oerlinghausen zehnjähriges Bestehen. Neben ihrem musikalisch-literarischen Programm zum Thema "Lesenslust" stand dort Landes- beziehungsweise Ortskunde auf dem Plan. Dazu gehörte auch ein Besuch der Bücherbörse und der Stadt Paderborn, durch die sie der Vorsitzende des Fördervereins Bernd Meyer führte. Zwei Monate später stellten die Altmärker eigene Texte in der Stadtbibliothek Stendal vor.

Vorlesetag im November

Natürlich waren die Osterburger Literaturtage im Oktober Höhepunkt, und traditionell las der Club im November am bundesweiten Vorlesetag in Wanzer vor dem Mühlen- und Heimatverein Garbe. Während Helga Albert regelmäßig Plattdeutsches aus ihrer Feder im DRK-Altenpflegeheim Osterburg las, erfreuten Danuta Ahrends, Thomas Stein und Edgar Kraul meistens zu dritt das Publikum. Diana Kokot trat dagegen oft mit ihrem Sohn Sascha auf und leitete eine Vielzahl von Schreibwerkstätten. Zur Gedenkveranstaltung "25 Jahre Mauerfall" blickten Danuta Ahrends und Astrid Mathis in ihrer Lesung in der katholischen Kirche Osterburg auf die Wende zurück. Als "jüngstes" Mitglied war Rita Grohs zum zweiten Mal bei den OLITA dabei. "Lesungen machen einfach Spaß", erklärte sie, "die Chance zu haben etwas vorzutragen, ist schön." Auch Peter Klinke hatte Literaturfreunde mit seinen Texten begeistert, die Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr Osterburg.

Dass sich Osterburg um die Landesliteraturtage 2015 bewirbt, sieht Klinke als Ansporn und Auszeichnung, auch als Aufwertung der Arbeit. Er gehört zu denjenigen, die bei den ersten Landesliteraturtagen mitwirkten und an der Schreibwerkstatt teilnahm. "Ich war damals für die Fahrbücherei unterwegs und erinnere mich genau, wie umstritten es war, dass die Landesliteraturtage nun in die Provinz kamen.

"Alle waren skeptisch"

Alle waren skeptisch", erzählte der Osterburger. Der frühere Bibliotheksleiter Manfred Güßfeld hatte sich dafür stark gemacht, auch, weil er den Club Altmärkischer Autoren als Aushängeschild sah. Klar erwarteten die Osterburger die Literaturgrößen mit Spannung. "Aber wir mussten uns überhaupt nicht verstecken. Alle Skeptiker wurden eines Besseren belehrt", fügte Klinke hinzu. Für die Osterburger Literaturtage wurden sogar noch bekanntere "geholt", Hermann Kant, Hellmuth Karasek, Winfried Glatzeder, Dorothea Iser, Gisela Steineckert, zuletzt Wladimir Kaminer.

"Ich finde es gut, dass Manfred Güßfeld die Landesliteraturtage damals angeleiert hat und dann sogar die Osterburger Literaturtage", so Thomas Stein. "Und wenn`s mit den Landesliteraturtagen 2015 nicht klappt, machen wir einfach mit den nächsten OLITA weiter", kündigte Peter Klinke schmunzelnd an.