Die Mitglieder des Dorftheaters Gladigau fiebern ihrer 13. Spielzeit entgegen. Die Premiere von "Mannslü sünd ok bloß Menschen" steigt am 28.Februar. Danach sind weitere 17 Vorstellungen geplant.

Gladigau l "Das Dorftheater Gladigau hat sich zu einem Qualitätsbegriff entwickelt", sagt Norbert Lazay ohne Übertreibung, aber natürlich mit ein wenig Stolz. 2002 gestartet, kann das 45 Mitglieder starke Ensemble auf eine Erfolgsgeschichte blicken. Die Theater-Vorführungen im Roloffschen Saal sind so beliebt, dass zu jeder Vorstellung alle Plätze belegt sind. Die Beliebtheit der in plattdeutscher Mundart gehaltenen Stücke macht sich somit auch beim Kartenvorverkauf bemerkbar. Denn wer eines der begehrten Tickets erwerben will, der muss nicht nur schnell sein, sondern sich den Sonnabend, 31. Januar, rot im Kalender markieren.

Denn nur an diesem Tag gibt es die Karten für die 13. Saison, deren Premiere am 28. Februar gefeiert wird. Das Stück, dessen Proben bereits Ende August begannen, trägt den Titel "Mannslü sünd ok bloß Menschen". Die Handlung spielt in den 50er Jahren. "Und damit liegen wir im Trend", weiß Lazay, der im Verein als Pressesprecher fungiert, beim aktuellen Stück aber auch die Regie übernimmt, aus der Modebranche, die wieder die Nachkriegs-Epoche für sich entdeckt hat. Für die Verantwortlichen des Dorftheaters, neben Lazay informierte gestern Intendant Horst Bannehr, bedeutete dies wieder enorme Herausforderungen. Denn der Zuschauer soll bekanntlich in die 1950er Jahre versetzt werden, was natürlich nach einem in diese Zeit passenden Bühnenbild verlangt. "Die Szenen spielen in fünf imaginären Räumen", verriet Lazay schon mal im Vorfeld. Und macht damit deutlich, dass die Mitglieder wieder keine Mühen in der Vorbereitung scheuten und Liebe fürs Detail erkennen lassen. Beispielsweise werden extra Zeitungen aus den 50ern hergestellt.

"Wir haben dieses Mal eine relativ große Besetzung", informiert Lazay. Acht Darsteller in einem Stück bedeuten für das Dorftheater Rekord. Und diese sorgen sicherlich für Heiterkeit im Publikum. Zwei Männer, die in dem Stück von ihren Frauen verlassen werden, wollen über Kontaktanzeigen Damen kennenlernen. Ob sie Glück haben?