Osterburg (nim) l Die Stadt will zukünftig verhindern, dass im nördlichen Bereich der Breiten Straße Kraftfahrzeuge und Lkw halbseitig auf dem Bürgersteig parken und so den dafür nicht ausgelegten Gehweg beschädigen. Speziell hat die Kommune dabei den (in Richtung Seehäuser Straße gesehenen) linken Abschnitt zwischen Post- und Jüdenstraße im Blick, machte Ordnungsamtsleiter Matthias Frank am Montagabend im Bauausschuss deutlich.

Franks Frage, wie das Ärgernis für die Kommune möglichst kostensparend abgestellt werden könnte, beantwortete Wolfgang Tramp (Die Linke) mit dem Vorschlag, zuallererst das Gespräch mit den anliegenden Geschäftseigentümern zu suchen. Die könnten das Thema an die passenden Adressaten transportieren, schließlich soll es sich bei den parkenden Lkw in der Regel um Lieferanten handeln, waren sich die Ausschussmitglieder einig. Zudem könnten ein entsprechendes Verbotsschild, Blumenkübel oder andere Aufsteller dazu verhelfen, dass das Parken auf dem Bürgersteig demnächst Geschichte ist.

Im Blick zurück attestierten Stimmen am Montag der Kommune aber auch eine beträchtliche Mitschuld an der leidigen Situation. So sei der Bordstein in dem Bereich sehr weit abgesenkt, die "Grenze" zwischen Gehweg und Straße wäre leicht zu übersehen. Nicht zuletzt würden Fahrer so weit auf den Bürgersteig ausweichen, weil sie den fließenden Verkehr auf der Straße möglichst wenig behindern wollen. Die Fahrbahn sei schließlich lediglich 5,75 Meter breit, Gegenverkehr führe dort schnell zu Problemen, sagte Matthias Frank. Der Ordnungsamtsleiter nutzte das Beispiel um noch hinzuzufügen: "Nach meiner persönlichen Einschätzung sind viele unserer Straßen in der Innenstadt um einen halben oder sogar ganzen Meter zu schmal."