Kurz, aber offenbar nicht schmerzlos dankte Gerd Pefestorff am Freitagabend als Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Wohlenberg ab.

Wohlenberg l Nachdem er seinen Rechenschaftsbericht verlesen hatte, wies er darauf hin, dass nach sechs Jahren die Wahl der neuen Führungsriege nötig wäre. Um allerdings gleich nachzuschieben, dass er nicht mehr zur Verfügung steht. Und nicht nur das. Im Brief, der heute bei der Verbandsgmeindeverwaltung im Rathaus eintrudelt, wird stehen, "aus persönlichen Gründen ... mit sofortiger Wirkung".

Seit 40 Jahren ist Pefestorff Mitglied der Wehr. 27 Jahre führte er die Brandbekämpfer an. Mit 57 Lenzen hätte der Brandmeister locker noch eine Amtszeit in Angriff nehmen können - und das unter anderen Umständen sicher auch gerne getan. Der Feuerwehr, versicherte er auf Nachfrage der Volksstimme, wolle er aber weiter treu bleiben.

Ordentliche Jahresbilanz

Die mündliche Begründung widersprach etwas seinem Rückblick. Da hieß es noch, "dass die gute Kameradschaft in unserer Wehr" auch beim traditionellen Veranstaltungen wie Preisskat, Grill- sowie Kameradschaftsabend und nicht zuletzt bei den legendären Buschfesten zum Ausdruck gekommen sei. Wenig später macht er geltend, "dass sich die Kameradschaft 2014 sehr zum Negativen entwickelt hat".

Wie es in den nächsten Tagen und Wochen weitergeht, steht in den Sternen. Einen offiziellen Stellvertreter gibt es nicht. Norman Witych hatte im schon Laufe des vergangenen Jahres das sprichwörtliche Handtuch geworfen (wir berichteten).

In seinem wohl letzten Rechenschaftsbericht brachte Pefestorff in Erinnerung, dass 2014 nach langer Zeit wieder zwei Einsätze zu verzeichnen waren, dass die Nachwuchsförderung in Zusammenarbeit mit der Lückstedter Jugendwehr Früchte trage, die Einsatzkleidung vervollständigt werden konnte, Funker ausgebildet wurden und dass es keine Mängel bei der Jahresüberprüfung gegeben habe.

Kritisch merkte er an, dass für den Ernstfall Atemschutzgeräteträger fehlen und es wie in anderen Wehren um die Einsatzbereitschaft am Tag schlecht bestellt wäre. Bevor es Urkunden für Dienstjubiläen gab, danke Gerd Pefestorff den Lebenspartnern und Sponsoren für deren Unterstützung.