Osterburg (ama) l "Wir wollen anderen helfen und zeigen, dass wir für sie da sind." So einfach erklärt Elias Voigt den Beweggrund für die Arbeitsgemeinschaft (AG) Sanitätsdienst am Osterburger Markgraf-Albrecht-Gymnasium.

Am Freitag feierte der Kopf der AG mit den jüngsten Einsteigern den Abschluss der theoretischen Grundausbildung.Christian Beninde und Florian Schulze hatten 2010 denselben Grund, den Schulsanitätsdienst ins Leben zu rufen. Die Leitung übergab Schulze bei seinem Ausstieg seiner Freundin Vanessa Gieschler, die wiederum in diesem Sommer Abitur macht.

Keine Frage: Nachwuchs muss her. Bereits in der Projektwoche vor den Sommerferien 2014 rührte Elias Voigt mit Freundin Anna Dähnrich die Werbetrommel. In den Sechstklässlern Marie Loskarn, Laura Abel, Dana Schlauer und Mariam Kaden fanden sie interessierte Nachrücker. Seit dem Schujahr 2014/15 läuft das Ganze nun unter dem Namen AG. Engagement fürs Ehrenamt steht ganz oben bei den jungen Sanitätern, zu denen inzwischen auch Eleen Voigt und Justus Herbst aus der 5. Klasse gehören. "Wir wollen den Sanitätsdienst zu einem stabilen Bestandteil unserer Schule machen", betont Elias Voigt.Unterstützt werden sie vom Deutschen Roten Kreuz. Ramona Böhme, die sonst häusliche Krankenpflege übernimmt, zeichnet ehrenamtlich für die theoretische Grundausbildung verantwortlich. "Sie ist die Beste", sind sich Anna Dähnrich und Elias Voigt einig.

Bei Festen und Turnierenim Einsatz

Die lebensrettenden Sofortmaßnahmen, wie stabile Seitenlage und Druckverband, werden als erstes gelehrt. Bei Schul- und Sportfesten, außerdem beim Volleyballturnier, sind die Sanitäter für die anderen da. Damit nicht genug. Von der 1. bis zu 8. Schulstunde sind die Verantwortlichen abrufbereit. Die Kommunikation sei mit Handy aber nicht ideal, besser wäre ein Pieper, gab Voigt zu bedenken. "Einer Schülerin zu helfen, die sich im Sportunterricht das Knie aufgeschlagen hat, und trösten zu können, das ist ein gutes Gefühl", beschreibt Anna Dähnrich. Sie gehört zu drei von den sechs älteren Sanitätern.

Die Hälfte der routinierten Helfer macht Abitur und steht nach dem Sommer nicht mehr für den Dienst zur Verfügung. Doch Voigt ist zuversichtlich: "Der Nachwuchs ist gesichert, und erstklassiges Material haben wir von der Schule und der Nicolai-Apotheke außerdem." Und er fügt hinzu: "Wir wollen auch gern von anderen Veranstaltern angesprochen werden, um bei Sportfesten und so weiter zu helfen." Bei Interesse können sich die Angesprochenen mit der Schule in Verbindung setzen.