Straßenbau-Projekte schwangen sich am Donnerstagabend zu einem wesentlichen Thema im Hauptausschuss auf. Während Bürgermeister Nico Schulz für die Flessauer Straße Am Bahnhof erfreuliche Nachrichten hatte, siehts für die Schmersauer Ortsdurchfahrt eher düster aus.

Osterburg l Kraftfahrer werden voraussichtlich noch mehrere Jahre mit ihrem Auto über ein Holperpflaster rumpeln müssen, wenn sie Schmersau passieren. Denn vor 2024 nimmt der Landkreis einen grundhaften Ausbau seiner ramponierten Straße nicht in Angriff, teilte Nico Schulz am Donnerstag im Hauptausschuss mit.

Nach Angaben des Bürgermeisters sieht das Fachamt beim Landkreis den Ausbau anderer Straßen als deutlich dringlicher an. Auch deshalb, weil sich der tägliche Straßenverkehr in Schmersau wohl eher in Grenzen hält. Das lege jedenfalls das Ergebnis einer Verkehrszählung nahe, die der Landkreis vornahm. "Danach wurden an einem Tag 394 Fahrzeuge gezählt", berichtete Schulz. Immerhin konnte der Bürgermeister dem Gladigauer Ortschef und Hauptausschussmitglied Matthias Müller mitteilen, dass der Landkreis die gröbsten Schäden auf der Schmersauer Fahrbahn durchaus im Blick habe. "Reparaturen und Schadensausbesserungen sind zugesagt und sollen eigentlich fortlaufend geschehen", sagte Nico Schulz.

Wasserverband will mitziehen

Erfreulichere Informationen hatte der Bürgermeister für die Flessauer Straße Am Bahnhof. Denn anscheinend will der Wasserverband beim Ausbau eines Teilstückes der Straße mitziehen. Das bedeutet, dass die dort befindlichen Grundstücke nun doch an die zentrale Abwasserversorgung angeschlossen werden können, kündigte Nico Schulz an. Voraussetzung sei aber, dass sämtliche betroffenen Grundstückseigentümer dem zustimmen, schließlich seien sie gerade erst von der Anschlusspflicht an das zentrale Abwassernetz entbunden worden.

Der Bürgermeister stellte in diesem Zusammenhang auch klar, dass sich die Kommune sowohl für die Arbeiten auf der Straße Am Bahnhof als auch bei dem geplanten Ausbau der Straße nach Wenddorf (Meseberg) um Fördergelder bemühe.

Möglicherweise käme dafür sogar der Entflechtungs-Fördertopf des Landkreises in Frage, den die Einheitsgemeinde auch für zahlreiche Straßenbauprojekte in der Kernstadt nutzen möchte (siehe Info-Kasten). Noch in diesem Jahr wird ein erster Abschnitt der Melkerstraße zur Baustelle, die Arbeiten sollen am Kreisverkehr beginnen. Eher mit gemischten Gefühlen reagierten Hauptausschussmitglieder allerdings darauf, dass die Krumker Straße frühestens 2018 mit einer grundhaften Erneuerung rechnen kann. Angesichts ihres maroden Zustandes werden für die Zwischenzeit aber zumindest Reparaturarbeiten erwogen.