"Immer wieder sonntags" hieß es am Sonnabend in der Wischelandhalle Seehausen. Stefan Mross verbreitete mit seinen musikalischen Gästen gute Stimmung und steuerte so manchen Gag bei.

Seehausen l Der Volksmusiker tat sich vor allem als Moderator und Witze-Erzähler hervor. Dafür schlüpfte er in verschiedene Rollen und gewann das Publikum gleich mal als verkleideter Bauer für sich.

Letzte Woche hatte er die Tour seiner Show durch 65 Städte Deutschlands begonnen. In Seehausen war er schon sechs Mal zu Gast. Beim ersten Mal sei er noch jung gewesen, merkte er augenzwinkernd an. Denjenigen, die mit seiner Show nicht bekannt waren, sagte er glatt: "Hallo, ich bin Andy Borg."

Zu seiner Verwunderung stellte er fest, dass nicht viele die Hände hoben, als er nach den Seehäusern in der Halle fragte. Dafür meldete sich jemand aus Bretsch zu Wort. Was sich als Gag durch den ganzen Nachmittag zog.

Alles andere als unbekannt sind in Seehausen die Geschwister Anita und Alexandra Hofmann. Sie haben aufgehört zu zählen, wie oft sie dort waren und erklärten: "Die ersten vier Reihen haben sich nicht verändert." Nach ihrem romantischen Einstieg mit "Als der Winter kam, kamst du" bewies Anita Hofmann ihr Talent als Musicalsängerin mit "Denk an mich" aus "Phantom der Oper". "So hoch kann ich nicht singen", gab Alexandra zu und machte statt dessen zu Rock`n`Roll-Klängen Party im Saal.

Frage und Antwort in 60 Sekunden

Beide mussten im Anschluss Stefan Mross in 60 Sekunden Frage und Antwort stehen und ernteten den ersten Lacher, als sie meinten, der Bürgermeister von Seehausen hieße Herr Fischer. Von Alexandra erfuhren sie, dass sie zwei Kinder hat und Anita keine, weil sie nachts durchschlafen will. Außerdem, dass Anita nur fünf Instrumente spielt statt zehn wie ihre Schwester. Das begründet sie ganz einfach: "Ich spiele die Instrumente, für die man üben muss."

Nach ihrer Kostprobe schlüpfte der Moderator in die Rolle eines Professors der Schwarzwaldklinik. Er hätte zwar kaum Patienten, aber jede Menge Spaß. So erzählte er von einem Baby, das dunkler ausgefallen war als erwartet und von einem Kunden in der Apotheke, der passende Verhüterlis suchte. Um die Größe herauszufinden, hätte er angeblich eine Messlatte gehabt. Klar, dass sich das Publikum vor Lachen ausschüttete, als er statt der Verhüterlis lieber die Latte mitnehmen wollte.

Als "Balsam für die Seele" sagte Stefan Mross nach seiner Geschichte Maria Levin an, die in Seehausen im vergangenen Jahr schon aufgetreten war und schmeichelnd behauptete: "Was sind Berlin, Hamburg und Dresden gegen Seehausen?!" Das sieht Stefan Mross ganz genauso, die Stimmung sei in der Wischelandhalle eben besonders gut.

Neue Lieder im Gepäck von Maria Levin

Für ihren Auftritt hatte Maria Levin Hits von ihrem neuen Album wie "Ich flüster` dir ins Ohr" und "Wolkenstadt" dabei. Den Altmärkern verriet sie außerdem, dass zu Weihnachten in ihrer Familie in Moskau gilt: "Hauptsache, es gibt viel zu viel zu essen" und am 6. Januar erst Weihnachten gefeiert wird.

Eine Premiere erlebte in Seehausen übrigens das Trio "Wolkenfrei". Géraldine Olivier war die letzte im Bunde, die mit ihren Liedern die Show "Immer wieder sonntags" bereicherte. Schon jetzt versprach Stefan Mross: "Ich komme nächstes Mal wieder." Mal sehen, was der Entertainer dann Neues aus der Klinik zu berichten hat.

   

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