Wanzer (igu) l Die Mitglieder des Windmühlen- und Heimatvereins Garbe wollen das Schulmuseum in Wanzer fortführen. Das historische Klassenzimmer, das sich zum beliebten Ziel für Schüler, aber auch für Ältere entwickelte, muss allerdings umziehen.

Die Mitglieder um den Vorsitzenden Hartmut Neumann waren sich bei der Jahreshauptversammlung am Sonnabend einig, dass das Vereinsgebäude, die in Nachbarschaft der Kirche gelegene "Alte Schule", durch Sanierungen im vorigen Jahr aufgewertet wurde. Die Vermietung dieses Objekts entfachte jedoch eine Diskussion, bei der es "auch etwas böses Blut gegeben" haben soll, wie es der Vereinschef im Versammlungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Wanzer formulierte. Das historische Inventar musste also raus. Folge: Ein Vereinsmitglied, das sich dem Museum annahm, warf das Handtuch.

Mehrere Mitglieder sprachen sich bei der Versammlung dafür aus, Christina Kloss wieder ins Boot holen zu wollen. Unabhängig davon möchte sich Edelgard Pauliks, Schriftführerin im Verein, vor dem Wagen spannen, was das Schulmuseum betrifft. "Wir wollen das Schulmobiliar im neuen Bürgermeisterzimmer unterbringen", erklärte Neumann. Somit soll das Klassenzimmer aus Omas und Opas Zeiten weiterhin eine kleine Sehenswürdigkeit für den Elb-Ort bleiben. Pauliks selbst bittet bei dieser Angelegenheit um Unterstützung. Auch der stellvertretende Vorsitzende Jonny Buck appellierte an die rund 60 Vereinsmitglieder, sich mit einzubringen. Und gleich mehrere Personen signalisierten die Bereitschaft, beim Schulmuseum mitzuhelfen.

Die Wohnung der "Alten Schule" soll in den kommenden Tagen übergeben werden. In diesem Zusammenhang bedankte sich Hartmut Neumann bei den unterstützenden Kräften im Ort, die bei den Sanierungsarbeiten emsig mitanpackten.

Wichtigstes Anliegen des Vereins ist es, die Bockwindmühle am Ende des Dorfes in Richtung Aulosen und in direkter Nachbarschaft des Elberadweges zu präsentieren. Führungen finden regelmäßig statt; wie auch die beliebten Backtage und das alljährliche Fest zum Mühlentag.