Am 28. Februar hebt sich im Dorftheater Gladigau der Vorhang zur Premiere. Die Probenarbeiten für das Stück "Mannslü sünd ok bloß Menschen" laufen längst auf Hochtouren.

Gladigau l Regelmäßig treffen sich die Darsteller Ursula Müller, Torsten Dahms, Josepha Lazay, Hans-Hans-Ulrich Pöpel, Simone Wiesner, Christine Neumann, Undine Reisener und Bernhard Benecke mit Regisseur Norbert Lazay. So auch in der vergangenen Woche, als der Dreiakter zum ersten Mal komplett "durchgespielt" wurde. Einige Akteure, wie unter anderem Torsten Dahms, Simone Wiesner, Christine Neumann, Ulrich Pöpel und Ursula Müller gehören schon zu den "alten Hasen" auf der Gladigauer Bühne. Andere betreten mit ihrem Auftritt Neuland.

Bernhard Benecke gibt sein Debüt

In dieser Spielzeit ist es Bernhard Benecke, der als Gerd sein Debüt "auf den Brettern, die die Welt bedeuten" gibt. Seit drei Jahren ist Benecke Mitglied der Dorftheater-Mannschaft, wo er bisher zum "Bau-Team" gehörte, also beim Auf- und Abbau der Bühne mitwirkte.

Weil aber für das aktuelle Stück drei männliche Darsteller gebraucht werden, erklärte sich Bernhard Benecke bereit, eine Rolle zu übernehmen. Ein bisschen aufgeregt sei er schon, wenn er an den Premieren-Abend denke. Doch von Probe zu Probe wachse auch die Sicherheit und damit auch der Spaß, verrät der "Bühnen-Neuling." Zum Dorftheater Gladigau ist Bernhard Benecke, der beruflich bei der Firma Priorit in Osterburg tätig ist, übrigens durch seinen Schulfreund Horst Bannehr gekommen. Er "überredete" ihn bei einem Klassentreffen, sich mal eine Vorstellung anzuschauen - und der Funke sprang über...

Schon eher übergesprungen ist dieser Funke bei Josepha Lazay und Undine Reisener. Die beiden jungen Frauen haben bereits erfolgreich in anderen Stücken mitgewirkt und wollten unbedingt in dieser Spielzeit wieder mit dabei sein.

Undine, die als Sekretärin in Gardelegen arbeitet, hatte zugesagt, dass sie nach Beendigung ihrer Berufsausbildung wieder eine Rolle übernehmen würde. Dieses Versprechen löst sie jetzt ein und tritt als Emalia Moorlock ins Rampenlicht. Damit spielt sie die Chefin von Johann Harmsen, dargestellt von Torsten Dahms, der "im wahren Leben" Undines Vater ist. Für Josepha Lazay wird der diesjährige Auftritt wohl vorläufig der letzte sein, denn die Gymnasiastin legt im Sommer ihr Abitur ab und wird danach die Altmark verlassen, um zu studieren. Umso mehr genießt sie es, in die Rolle von Linda Harms zu schlüpfen, die von ihrem Ehemann Johann nicht mehr wahrgenommen wird und ihn deshalb verlässt.

Alle Bereiche arbeiten Hand in Hand

Bei der Probe war gerade Josepha die Spielfreude deutlich anzumerken. "Allerdings habe ich etwas Zeit gebraucht, um mich in die Figur der Linda hineinzuversetzen und mit ihr warm zu werden", gesteht die Tochter von Norbert Lazay.

Auch er, der als Regisseur alle Fäden in der Hand hält, hat an diesem Probenabend viel zu tun. Konzentriert lauscht er den Dialogen der Akteure, hat jede Bewegung, jede Geste im Blick. Aber er unterbricht an keiner Stelle, sondern lässt dem Spiel freien Lauf. Die Hinweise an die einzelnen Darsteller gibt es erst hinterher, um den Fluss des Zusammenspiels nicht zu unterbrechen. Ebenso aufmerksam wie der Regisseur verfolgt auch Souffleuse Brunhild Wegner alle Dialoge. Wenn ein jemand nicht weiter weiß, gibt sie ihm das entsprechende Stichwort, und schon kommt der Wortwechsel wieder in Fahrt...

Auch andere Ensemble-Mitglieder sind an diesem Abend zur Probe gekommen, Mitglieder vom Team Maske und Kostüm, wie Ingrid Liermann und Ira Bergfeld-Müller sowie Horst Bannehr und Mark Ringe vom Technik-Team.

"Es ist sehr wichtig für den Erfolg der Aufführungen, dass alle von Anfang an Hand in Hand arbeiten. Dazu gehört auch, dass die anderen Teams wissen, wie der aktuelle Stand der Probenarbeit ist. Heute wurde zum ersten Mal im Kostüm gespielt, so konnten die Frauen vom Bereich Maske sehen, ob die Kleider und die Perücken richtig sitzen oder ob noch etwas geändert werden muss", erklärt Norbert Lazay.

Mit der Probe zeigte sich der Regisseur am Ende des Abends sehr zufrieden und meinte: "Wir können der Premiere optimistisch entgegen sehen, und die Zuschauer können sich auch in diesem Jahr wieder auf 18 unterhaltsame Aufführungen im Dorftheater Gladigau freuen."