Bei der Wegeinweihung bei Kossebau im Mai 2014 überbrachte "Höhe"-Bürgermeister Prange die Botschaft der Telekom, dass die "Altmärkische Höhe" 2015 Breitbandanbindungen bekommen soll. Aber ganz so schnell wird es nicht gehen.

AltmärkischeHöhe l Wer bis dahin den digitalen Anschluss nicht verlieren will, muss sich mit dem auf Funk basierenden LTE-Standart (UMTS-Nachfolgetechnologie) behelfen. Die technischen Möglichkeiten lesen sich in der Theorie gut, haben in der Praxis aber Tücken. So ist Funk störanfälliger als eine Leitung, nicht überall zu empfangen, und die Übertragungsraten bleiben oft hinter den Erwartungen zurück - besonders, wenn viele Nachbarn auf das gleiche Verfahren setzen. Dazu kommt, dass das Datenvolumen, das sich Otto-Normal-Verbraucher leistet, meist viel schneller zu Ende ist als der Abrechnungsmonat. Die Erfahrungen schmerzen insbesondere Firmeninhaber, die oft schnell und viele Daten im Rahmen ihres Geschäftsbetriebes übertragen wollen. Aber auch Schüler wie Tilman Hartwig, Johannes Wallstabe und Fabian Elling empfinden die schlechte Anbindung an die Datenautobahn nicht nur als unzeitgemäß, sondern in Sachen der schulischen Informationsbeschaffung oder -übertragung als Standortnachteil gegenüber den Altersgenossen an. Und sind inzwischen verunsichert, was die Realisierung des DSL-Netzes auf der Höhe im laufenden Jahr betrifft.

Zweifel sind angebracht

Die Altvorderen würden es vielleicht nicht verstehen, für die Jugendlichen ist das aber eine Tatsache: "Eine funktionierende Gesellschaft zeichnet sich durch ein funktionierendes, störungsfreies und unbegrenztes Internet aus".

Und: Die Zweifel sind offenbar zumindest zum Teil berechtigt, wie jetzt die Antwort aus der Pressestelle der Telekom zeigt. Laut Mitteilung handelt es sich in dem Fall nämlich um ein "Sondergebiet", dessen Umbau und Modernisierung zwar 2015 noch in Angriff genommen, aber erst 2016 beendet werden wird. Die Versicherung, dass dann rund 1500 Haushalten in der Gemeinde VDSL-Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s zur Verfügung stehen, macht die etwas nebulösen Angaben nicht so viel besser. Allerdings heißt es auch: "Nähere Auskünfte können wir derzeit nicht geben, da unsere Planer noch die Details des Ausbaus ermitteln".