Ein mittlerweile seltenes Fotomotiv fing unser Leser Walter Schaffer dieser Tage auf der L2 bei Seehausen ein. Axel Schulster von der gleichnamigen Neulandschäferei aus Beuster nutzte die Landesstraße ein Stück, als er mit einer Mutterherde von der Winterweide bei Seehausen Richtung Heimat zog. Für die relativ kurze Strecke (Luftlinie um die fünf Kilometer) nahm sich Schuster trotzdem ein paar Tage Zeit, um die hochtragenden Muttertiere nachts im mobilen Pferch verschnaufen zu lassen. Obwohl die Ablammzeit im Vergleich zu früher etwas entzerrt wurde, um das ganze Jahr über Frischfleisch anzubieten und die Arbeitsspitzen etwas zu kappen, kommen in den nächsten Wochen traditionell die meisten Lämmer auf die Welt. Die Neulandschäferei, die miterweile das Prädikat alteingesessen für sich in Anspruch nehmen kann, vermarktet ein Großteil der Lämmer (Tiere bis zu einem Jahr) im Hofladen direkt in Form von Fleisch, Wurst und Fellen. In Nachbarschaft des Elberadweges sind Hofladen und Hofcafé nicht nur bei Einheimischen, sondern auch bei Ausflüglern das ganze Jahr über ein "Geheimtipp".