Werben/Salzwedel l Zum vierten Mal suchten die Volksstimme sowie die Kreissparkassen Stendal und Salzwedel im vergangenen Jahr die Altmärker des Jahres. Bei einer Ehrengala im Salzwedeler Kulturhaus wurden gestern Abend die Gewinner und die Platzierten der Aktion gekürt (mehr zur Veranstaltung in unserer morgigen Ausgabe).

Im Altkreis Osterburg konnte die Werbenerin Gisela Hilscher die meisten Stimmen auf sich vereinen. Das dürfte vor allem ihrem unglaublich vielfältigen ehrenamtlichen Engagement zu verdanken sein. Die gelernte Zahnarzthelferin und Altenpflegerin wuchs im Ruhrgebiet auf und zog Mitte 2005 von Berlin nach Werben. Ihr Mann Heinz wohnte bereits seit 2003 in der Hansestadt. Ihre ersten Kontakte zu Werbenern fand Gisela Hilscher über den Gemischten Chor. Sie singt leidenschaftlich gern und trat dem Ensemble sofort bei.

Auch die über die Region hinaus bekannten Werbener Biedermeier-Märkte fand die Zugereiste so schön, dass sie sich in die Organisation aktiv miteinbrachte und bringt.

Außerdem gehört Gisela Hilscher zu den Gründungsmitgliedern des Arbeitskreises Werbener Altstadt (AWA), der sich dem Erhalt der historischen Werbener Innenstadt verschrieben hat. Sie bekleidet die Funktion der Schatzmeisterin des Vereins. Vor wenigen Jahren gründete sich der Johanniter-Komturei-Verein, der sich die Wiederbelebung des historisch bedeutsamen Komtureigeländes auf die Fahnen geschrieben hat. Auch dort ist Hilscher die Schatzmeisterin.

Die Schauspielerei wurde zu einer weiteren Leidenschaft der Wahl-Altmärkerin. Sie trat der Theatergruppe "Altmärkisches Treibgut" bei, die vor allem zu den Biedermeiermärkten im vollbesetzten Hoftheater Stücke aufführt.

Das "ganz große Ding" - so sagt es die Werbenerin selbst - begann für Hilscher jedoch im Jahr 2012 mit der Gründung der Nachbarschaftshilfe "Miteinander-Füreinander" für die Hansestadt Werben und die Gemeinde Altmärkische Wische. Der Verein kümmert sich um mehr Teilhabe für ältere und andere hilfsbedürftige Menschen am öffentlichen Leben. Seit 2014 chauffieren ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer die Fahrgäste mit dem Bürgermobil zu Behörden- und Arztterminen, zum Einkaufen, zu Veranstaltungen und anderen Aktivitäten. Das Angebot wird von mehr und mehr Menschen dankend angenommen, weiß Gisela Hilscher. Die Vorsitzende des Vereins sitzt oft auch selbst am Steuer des Bürgermobils.

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