Osterburg (nim) l Beim Abriss zweier Wohnblöcke in Krevese und Flessau griff die Einheitsgemeinde im Vorjahr auf ein Förderprogramm des Landes zurück. Nun will Osterburg die Finanzquelle erneut "anzapfen". Und zwar für den Abriss des früheren Osterburger Kinos, der baufälligen Rossauer Gaststätte und des Königsmarker Sportraums, informierte Bauamts-Sachgebietsleiter Siegfried Bartels während der Ortschaftsratssitzung in dieser Woche.

Signalisieren die Fördermittelgeber grünes Licht, muss die Einheitsgemeinde selbst nur für 20 Prozent der Abrisskosten aufkommen. Klar ist nach Bartels Angaben aber auch, dass die freiwerdenden Flächen laut den Programmauflagen für einen Zeitraum von zwölf Jahren nicht bebaut werden dürfen. Mit Ausnahmeregelungen wie einem etwaigen Flächentausch (eine für den gleichen Zeitraum geltende Umwidmung eines anderen kommunalen Areals zum Grünland) könnten aber Brücken geschlagen werden, sollte konkretes Interesse an den neuen Brachen bestehen, fügte Bürgermeister Nico Schulz hinzu.

Osterburgs Ortspolitiker sehen es mit Bedauern, dass für einen ehemals bedeutenden Kulturstandort der Biesestadt die Zeit abläuft. Gleichwohl sei der Rückbau mittlerweile unumgänglich, betonte Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose. "Davon konnte ich mich kürzlich bei einer Begehung des Gebäudes selbst überzeugen. Gut, dass wir auf Bauhelme zurückgreifen konnten. Das Objekt ist abrissreif."

Wann der Rückbau startet, steht nicht fest. Noch fehlt die Bewilligung der Fördergelder. Trifft die Zusage im Rathaus ein, scheint aber zügiges Handeln geboten. "Denn der Abriss müsste laut dem Programm auf jeden Fall in diesem Jahr über die Bühne gehen", stellte Siegfried Bartels klar.