Die Rückschau auf ein "vielseitiges und interessantes Gartenjahr 2014" stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Gartenfreunde des Kleingärtnervereins "Zur Erholung".

Osterburg l Den Bericht des Vorstandes erstattete Vereinsvorsitzende Katrin Holtman. Derzeit bewirtschaften 104 aktive Mitglieder 110 verpachtete Parzellen in den beiden Anlagen "Abendfrieden" und "Am Bültgraben". Neben vielen positiven Resultaten - dazu gehören nicht nur kleingärtnerische Arbeit mit guten Erträgen zur Selbstversorgung und kameradschaftliches Miteinander bis hin zu Arbeitsseinsätzen an den Gemeinschaftsanlagen - gibt es auch Probleme mit denen sich der Vorstand herumschlagen muss.

Das sind zum Beispiel die Finanzgebahren einiger Gartenfreunde, die beharrlich ignorieren, dass Pacht, Mitgliedsbeitrag und andere Verbindlichkeiten Bringeschuld sind und auf Mahnungen nicht reagieren, so dass in mehreren Fällen diese Angelegenheiten einem Anwalt übergeben werden mussten. Nicht ordnungsgemäße Kündigung der Mitgliedschaft, die darauf folgende komplette Beräumung des Gartens, wenn kein Nachfolger gefunden wurde, Bewirtschaftungsmängel bei Nicheinhalten des Bundeskleingartengesetzes und Verstöße gegen die Gartengestaltung erforderten stets Mehrarbeit der Vorstandsmitglieder.

Die 26 leer stehenden Parzellen bereiten dem Vorstand nicht geringe Kopfschmerzen. Hier werde man künftig durch Arbeitseinsätze die Gärten wieder ansehnlicher gestalten müssen, um deren Neuvergabe zu fördern, betonte Holtmann. Man setze angesichts der "bedenklichen" Altersstruktur auf jüngere Familien, sagte sie. Der Trend bewege sich in Richtung Erholungsgarten mit Anbau von gesundem Obst und Gemüse.

"Bei jedem Leerstand fehlt dem Verein die Pachteinnahme", machte die Vorsitzende deutlich. "Das Schlimmste aber ist, dass diese Gärten schnell zur Mülldeponie mutieren und deren Beseitigung die Vereinskasse belastet." Für den Abriss weiterer baufälliger und unbenutzter Lauben in Leergärten wolle man sich um Fördergelder bemühen. Einige verwaiste Gärten wurden von Arbeitskräften der Fakultas-Akademie Stendal für gemeinnützige Zwecke bewirtschaftet.

Die Vereinssatzung fordert von jedem Mitglied fünf Arbeitsstunden pro Jahr an den Gemeinschaftsanlagen; davon ausgenommen sind alte und körperlich behinderte Gartenfreunde. Einige leisten Jahr für Jahr zehn Stunden und mehr. Für sie soll es eine Dankeschönveranstaltung geben. Beim jährlichen Gartenwettbewerb des Kreisverbandes der Gartenfreunde und der Volksstimme war der Verein im Mittelfeld zu finden. 2015 wolle man versuchen, weiter nach oben zu rutschen, das bedürfe aber der Mitarbeit aller Gartenfreunde.

Gut besucht und dem Vereinsleben dienlich sei das Osterfeuer gewesen, resümierte die Vereinschefin. Auch in diesem Jahr wolle man diese Tradition fortsetzen.

Im Bericht der Revisionskommission bescheinigte Evelyn Naumoff der Schatzmeisterin Annemarie Franke eine korrekte Arbeit. Im kommenden Jahr werden statutgemäß Vorstand und Revisionskommission neu gewählt. Über Vorschläge sollten die Gartenfreunde sich bis zur nächsten Jahreshauptversammlung Gedanken machen. Für das vergangene Gartenjahr wurde dem Vorstand und für 2013 und 2014 der Revisionskommission einstimmig Entlastung erteilt.