Anette Bütow und Ralf Engelkampf vom Osterburger Marketingbeirat warben am Mittwoch bei der Internationalen Tourismusbörse in Berlin für die Einheitsgemeinde Osterburg.

Osterburg l Die Leiterin der Osterburger Stadt- und Kreisbibliothek und der Unternehmer vom Kreveser "Atelier offen" beteiligten sich am Stand des Tourismusverbandes Altmark an der weltweit größten Reisemesse, der ITB in Berlin, informierten die Besucher und gaben die verschiedenen Flyer der Einheitsgemeinde den Gästen als Info-Broschüre mit auf den Weg.

"Ob man in der Gegend in aller Ruhe wandern könne", wandte sich ein Messe-Gast mit dieser Frage an Anette Bütow, die nicht nur diesem Wanderer, sondern auch anderen Interessenten die Region schmackhaft machen wollte. Viele Besucher haben sich am Stand der Altmärker auch nach den Veranstaltungen im Rahmen des 200. Geburtstags Otto von Bismarcks erkundigt, sagte Bütow. Auch die Einheitsgemeinde Osterburg ehrt den in Schönhausen geborenen ersten deutschen Reichskanzler unter anderem mit einer Veranstaltung innerhalb der Osterburger Literaturtage am 6. Oktober in Krevese, wie die Bibliotheksleiterin informierte.

Der Tourismus soll weiter angekurbelt werden. Deshalb zeigte das Duo Präsenz in der Hauptstadt. Bei der Sitzung des Bau- und Wirtschaftsförderungsausschusses wurde jüngst entschieden, das Tourismus-Projekt fortzuführen. Die Einheitsgemeinde möchte auch künftig weitere Ideen verwirklichen und setzt dabei auf die Hilfe von Fördergeldern. Für dieses und das kommende Haushaltsjahr sollen insgesamt 40000 Euro investiert werden, um den Gästen noch umfangreichere Informationen zu liefern. "Wir bräuchten in den Orten noch mehr Objekttafeln", sprach Bütow jüngst bei der Bauausschuss-Sitzung einen Punkt an. Für die Umsetzung der Pläne sind auch Eigenmittel notwendig: Die Kommune rechnet mit jeweils 5000 Euro für 2015 und 2016. Auch wenn die Tourismusbestrebungen durchweg als gelungen eingeschätzt werden, wünschte sich Bauausschuss-Mitglied Rainer Moser eine detailliertere Auflistung der Kosten. Die Mitglieder des Bauausschusses unter Leitung von Matthias Lenz konnten sich jedoch mit den Plänen anfreunden.

Antragstellung bis 31. März

Die erste Phase des Tourismusprojekts der Einheitsgemeinde Osterburg nähert sich dem Ende. In den vergangenen drei Jahren konnte unter Federführung des Marketingbeirates einiges auf die Beine gestellt werden. Die Orte der Einheitsgemeinde wurden unter anderem mit Schautafeln, in denen zur Historie der Dörfer informiert wird, bereichert. Als abgeschlossen sehen die Verantwortlichen den Prozess noch nicht an, wie Anette Bütow die Ausschuss-Mitglieder informierte.

Für die Fortsetzung des Tourismusprojekts muss die Einheitsgemeinde bis 31. März den entsprechenden Antrag auf Fördermittel stellen. Neben einem Plus an den aus Plexiglas bestehenden Objekttafeln, die im Gegensatz zu den Schautafeln auf ein markantes Gebäude, beispielsweise eine Kirche oder Mühle, hinweisen und dessen Geschichte beleuchten, sieht der Marketingbeirat noch Nachholbedarf in Sachen Beschilderung. Davon könnten beispielsweise die Sportler profitieren: Denn an der Landessportschule beginnend führt eine Mountainbike-Strecke nördlich durch die Wälder. Das ist eine Themen-Route, die sich künftig in einem neuen Flyer wiederfindet und die auf Sport- und Wellness-Angebote in der Einheitsgemeinde zielt. Bisher können sich Gäste einen Überblick über die "Dorfkirchen-Tour", über den "Historischen Stadtspaziergang" und über die "Wir leben Land-Tour" verschaffen.

Auch die Osterburger Internet-Präsenz soll verbessert werden. Die Qualität der Ortsbeschreibungen lasse zu Wünschen übrig. "Bestimmte Informationen müssen recherchiert und zusammen getragen und in ein bestimmtes System gebracht werden", sagt Anette Bütow.