Zur Jahreshauptversammlung trafen sich am Freitag die Mitglieder der Feuerwehr Goldbeck und eine Reihe von Gästen. Der neue Wehrleiter, Phi- lipp Drechsler, hielt seinen ersten Rechenschaftsbericht und vermeldete dabei einige positive Entwickungen.

Goldbeck l Drechsel brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf, Goldbecks Bürgermeister Torsten Dobberkau und Kreisbrandmeister Ringhard Friedrich persönlich der Einladung zu der Versammlung gefolgt sind.

Bevor der Wehrleiter mit seinem Rechenschaftsbericht begann, wurde des verstorbenen, langjährigen Kameraden Erwin Kattengel gedacht. Genesungswünsche gingen an Berthold Fritz, der aus Krankheitsgründen aus dem Feuerwehrdienst ausschied.

Drechsel: "Es ist schwer aber es macht auch Spaß"

"Wir haben uns im zurückliegenden Jahr sehr viel um uns selbst gekümmert, weil wir es mussten", begann Drechsel seinen Bericht. Nachdem Rücktritt von Lars Dahlmann als Wehrleiter übernahm André Witwar (Bertkow) kommissarisch die Funktion des Wehrleiters in Goldbeck. Dann sei aus den eigenen Reihen ein Wehrleiter gesucht worden, wobei die Wahl auf ihn gefallen sei, so Drechsel.

Der langjährige Goldbecker Feuerwehrchef Lutz Hinze habe damals zu ihm gesagt, dass es schwer werde, aber auch dass die Aufgabe Spaß bereiten würde. "Und heute kann ich sagen, beides ist eingetreten", betonte der junge Feuerwehrchef. Weiter führte Drechsel aus, dass die Feuerwehr Goldbeck 2014 lediglich zu zwei Einsätzen ausrücken musste. Im August hatte sich zwischen Baben und Lindtorf ein Verkehrsunfall ereignet. Die Goldbecker Kameraden übernahmen die Verkehrsabsicherung. Der zweite Einsatz war eine technische Hilfeleistung in Klein Schwechten.

Angesichts vergleichsweiser weniger Einsätze sei es laut dem Wehrleiter umso wichtiger für die Kameraden, sich der theoretischen und praktischen Aus- und Weiterbildung zu widmen. Ihm selbst sei es daher von Anfang an ein wichtigs Anliegen gewesen, entsprechende Angebote regelmäßig vorzuhalten, darunter Versammlungn mit Schulungsinhalten sowie praktische Übungen und Ausbildungen auf unterschiedlicher Ebene.

Eine Reihe von Kameraden hätten sich auf diese Weise weiterqualifziert und ihren Wissens- und Erfahrungsschatz erweitert. Wünschenswert wäre, wenn dies noch mehr Kameraden regelmäßig nutzen würden. Dies sei von Bedeutung, um die Einsatzfähigkeit der Truppe zu erhalten und zu erhöhen. Auf Schulungen, Ausbildungen und Übungen werde er auch künftig ein besonderes Augemerk richten. So kündigte er an, in diesem Jahr unter anderm 32 Dienstabende durchführen zu wollen.

Goldbecker Wehr freut sich über sechs Neuzugänge

Drechsel ging danach auf die personelle Entwicklung ein. Der Goldbecker Wehr gehören derzeit 46 Mitglieder an, davon 26 aktive Brandbekämpfer und elf Kameraden und Kameradinnen der Alters- und Ehrenabteilung. Acht Jungen und ein Mädchen sind in der Jugendwehr aktiv.

Bereits am Tag seiner Wahl zum Wehrleiter, erläuterte Drechsel weiter, habe er angekündigt, dass er sich aktiv um die Gewinnung neuer Kameradinnen und Kameraden einsetzen werde - mit sichtbaren Erfolgen. Immerhin wurden am Freitagabend sechs neue Mitglieder in die Goldbecker Wehr aufgenommen. So konnten die zeitgleich leergewordenen Plätze in den Reihen der aktiven Kamraden durch den Wechsel von Manfred Paschke und Joachim Krüger in die Alters- und Ehrenabteilung (Goldbecks stellvertretener Wehrleiter Axel Bohling hielt die Laudatio für die beiden) bei weitem wettgemacht werden. Wie Drechsel ausführte hätten allein drei der sechs neuen Mitglieder durch den durchgeführten Tag der Mitgliederwerbung gewonnen werden können. Entsprechende Initiativen werde es auch in diesem Jahr wieder geben, unterstrich der Feuerwehrchef und erwähnte danach ein weiteres erfreuliches Ereignis. Feuerwehrmitglied Selina Busse feierte am Freitag ihren 18. Geburtstag. "Abgesehen davon, dass wir heute einen Geburtstag gemeinsam feiern, können wir nunmehr Selina als vollwertiges Mitglied in unserer Einsatzabteilung begrüßen."

Ehren für Lutz Hinzes 20-jährige Leitungstätigkeit

Ein Höhepunkt während der Versammlung war die Ehrung des langjährigen Goldbecker Feuerwehrchefs, Lutz Hinze, für dessen 20-jährige Tätigkeit als Wehrleiter. Unter anderem Philipp Drechsel, war anzumerken, dass diese Auszechnung für ihn ein Anliegen und eine Ehre war. Schließlich ist er unter seine Hauptregie zum Kameraden ausgebildet worden. Auch Eike Trumpf, Torsten Dobberkau und Ringhard Friedrich sowie Hans-Erich Schulze würdigten die Arbeit Lutz Hinzes. Das was heute in Goldbeck stehe - das Gerätehaus mit Versammlungsraum - sei maßgeblich auf sein Engagement zurückzuführen. Trumpf überreichte Hinze eine Sankt-Florians-Figur, den Schutzpatron der Feuerwehr. Hinze zeigte sich bescheiden und verwies auf die Gemeinschaftleistung der Kameraden unter seiner Führung. "Was wir uns gemeinsam in den Kopf gesezt haben, das wurde duchgezogen."

Die Gäste, Trumpf, Friedrich und Dobberkau, lobten in ihren Grußworten einhellig den guten Start Philip Drechsels als Wehrleiter und die gute Entwicklung, die die G0ldbecker Wehr in den wenigen Monaten seiner Regie genommen habe. Der Verbandsgemeindebürgermeister wartete noch mit einer Überraschung auf. Er kündigte an, dass die Goldbecker Wehr eine der an die VG gesponserten, leistungsstarken "Power-Moon"-Beleuchtungsanlagen zur Verfügung gestellt bekommt.

 

Bilder