Thomas Müller und Anja Sälinger hatten am Wochenende in Krumke viel zu tun. Sie richteten beim Pony-Cup und einem der letzten regionalen Reit- und Springturniere der Hallensaison.

Krumke l Über 500 Startplätze waren vergeben, 170 Reiterinnen und Reiter gemeldet. "Beim Pony-Cup ist das die dritte Qualifikation von vier Wertungsturnieren", stellte Annett Schwarzer vom Reitverein Krumke klar. Pietzpuhl und Welsleben lagen schon hinter den jungen Reitern, Gänsefurth steht noch an. Die Teilnehmer kamen aus Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Thomas Müller zieht durch die Bank das Resümee: "Das Turnier der Jüngsten ist sehr damenträchtig. Im Jugendbereich sind es dann schon etwas weniger Mädels." Die Jungen würden sich oft für andere Sportarten entscheiden. Seit zehn Jahren als Richter (aus dem Jerichwoer Land) unterwegs, sieht er eine eindeutige Tendenz. "Die Mädchen sind eifriger, den Jungs fehlt oft die Geduld." Deshalb machen auch bei höheren Klassen mehr Mädchenbei der Dressur mit, "denn für die Dressur braucht man Ausdauer." Die Jungs wollen energisch nach vorn. Das könnten sie wiederum beim Springen ausleben, weshalb es unter den Erwachsenen tendenziell mehr männliche Springreiter gibt.

Bestes Beispiel: die A-Dressur beim Pony-Cup. "Hast du gut gemacht", lobte Müller Leo Weiffenbach aus Neustadt/Dosse, "als einzigen Jungen." Er hatte auf Pretty Girl mit einer 7,1 und dem 5. Platz abgeschnitten. Pia Ackermann aus Westeregeln nahm mit der Note 7,6 die Siegerschleife nach Hause, die ihr Kornelia Grams vom Reitverein Krumke überreichte. Parcoursbauer Martin Lühmann hatte ebenfalls Unterstützung von den Krumkern. Vor allem die Kinder, Jugendlichen und Rentner packten mit an. Nele Schulze und Godrun Fontes vom Krumker Verein waren erst beim Rahmenturnier an der Reihe, wollten sich in der A- und L-Dressur mit den anderen messen. Die Krumkerin Vivian Klein rechnete sich beim Springen Chancen aus.

Auch der Reitergasthof ist auf die jugendlichen Teilnehmer eingestellt. "Die wünschen sich Kakao und Nudeln, und die kriegen sie auch", bemerkte Gaststätten-Inhaberin Birgit Brüggemann. "Aber wir müssen ganz schön rudern, weil unser Grillmeister krank ist."

Dem Osterburger Ehepaar Gustav und Elisabeth Peltzer ist egal, welche Altersgruppe sich im Reitsportzentrum misst. "Wir spazieren immer zu Fuß nach Krumke", so Elisabeth Peltzer, "und mein Mann ist so ein großer Pferdefreund, dass wir immer gern hierher kommen. Ist doch auch mal schön, die kleinen Kinder mit den Pferdchen zu sehen.

 

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