Wenn eine Ortsdurchfahrt in der Region die Sanierung bitter nötig hat, dann die von Bömenzien. Die Straße ist in einem erbärmlichen Zustand

Bömenzien l Einst mit Natursteinen gepflastert, ist von der alten Pracht kaum noch etwas zu erkennen. Es gibt gefährliche Absackungen, die teils mit Warnbaken versehen oder mit Bitumen aufgefüllt sind. Der schwarze Belag bestimmt inzwischen große Teile der kurvenreichen Piste, die nur noch mit 30 Kilometern pro Stunde befahren werden kann. Dabei hat das Dorf der Gemeinde Zehrental fast noch Glück im Unglück. Denn bei der Ortsdurchfahrt handelt es sich um eine Landesstraße. Und die hat sich die Straßenbaubehörde Sachsen-Anhalt auf die Agenda gesetzt.

Dass die Baufahrzeuge noch in diesem Jahr anrollen, ist indes eher unwahrscheinlich. Ebenso fraglich ist, ob das Vorhaben in einem Ritt oder in Etappen über die Bühne gebracht wird. 2015 soll vor allem erst einmal die Planung erledigt werden, war vom Leiter der nördlichen Behörde-Abteilung in Stendal, Manfred Krüger, auf Nachfrage der Osterburger Volksstimme zu erfahren.

Natursteine werden durch Asphalt abgelöst

Das einzige, was bislang sicher sein dürfte, ist der künftige Straßenbelag aus Asphalt. Etwas anderes, so Krüger, wäre den Anliegern in Sachen Lärm kaum zuzumuten. Ein Naturbelag auf der rund 750 Meter langen, aber vergleichsweise schmalen Strecke, die von der Zehrengrabenbrücke bis zum südlichen Ortsausgang reicht, würde aber außerdem ohne Zweifel den Kostenrahmen sprengen. Dazu müssen noch ein Baugrundgutachten in Auftrag gegeben und die Eigentumsverhältnisse entlang der Straße genau beleuchtet werden. Nicht zuletzt ist die Gemeinde aufgefordert, sich zur Gestaltung der Nebenanlagen rechts und links der Landesstraße zu positionieren, damit die Straßenbaubehörde als Planungsträger für das gesamte Vorhaben das mit in das Projekt einarbeiten lassen kann.

Am Donnerstag, 19. März, ist aus diesem Grund ab 19 Uhr im Gerätehaus der örtlichen Feuerwehr die Meinung der Bömenziener bei einer Einwohnerversammlung gefragt. Denn die Anlieger werden an den Kosten für die Nebenanlagen per Straßenausbaubeitragssatzung beteiligt.

Kommune hofft auf Fördermittel

Dann sollen zum Beispiel die Straßenbeleuchtung und vor allem der bislang eigentlich nicht vorhandene Gehweg und mögliche Baumaterialien zur Sprache kommen. Welche Kosten auf die Grundstückseigentümer zukommen, wird noch nicht geklärt werden können. Bürgermeister Uwe Seifert und Bauamtsleiter Guido Mertens, der an der Versammlung auch teilnehmen soll, wollen jedenfalls versuchen, Fördermittel zu akquirieren, um den Eigenanteil für die Gemeinde und die Anwohner so gering wie möglich zu halten.