Robin Kretschmann, Mitarbeiter der Firma Rahmsdorf in Osterburg, ist der beste Lehrling des Kammerbezirkes Magdeburg, der zweitbeste seiner Zunft in Sachsen-Anhalt.

Osterburg l Der 20-Jährige ist zu Recht stolz. Die Prüfungen meisterte der Groß Garzer, der beim in Osterburg ansässigen Unternehmen Rahmsdorf die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Mechatroniker für Land- und Baumaschinentechnik abschloss, souverän. Bereits nach dem fünfstündigen theoretischen Teil hatte Robin Kretschmann ein gutes Gefühl. Es folgte anschließend ein zweitägiger praktischer Teil, bei dem es unter anderem darum ging, Verschleißteile zu erkennen und Ventile einzustellen. Auch dort konnte er punkten. Bei der Freisprechung vor einigen Tagen in Halle/Saale nahm Robin das zweitbeste Prüfungsergebnis des Bundeslandes entgegen.

"Wir werden ihm natürlich auch noch ein Geschenk bereiten", sagt Geschäftsführer Steffen Düwert, der auch stolz ist, solch fähige Mitarbeiter in seinen Reihen zu wissen. "Aber das ist nicht das Maß der Dinge", will der Chef nicht nur Ergebnisse bewerten, die "natürlich sehr schön sind". Robin Kretschmann fiel bereits als fleißiger Schüler während der gesamten Azubi-Zeit auf. Und als Lohn konnte er in diesem Jahr bereits einen Arbeitsvertrag unterschreiben. "Wir stellen Auszubildende mit dem Ziel ein, sie nach der Lehre zu übernehmen", so Düwert zur Philosophie des 35 Mitarbeiter zählenden Betriebes mit Standorten in Osterburg und Neuendorf am Speck. Aber gute Leute zu finden, werde immer schwieriger. "Die demographische Entwicklung ist schon spürbar. Man muss sich schon rechtzeitig um künftige Lehrlinge bemühen", weiß der Geschäftsführer, der jungen Leuten gern die Chance zu einem Praktikum gibt.

Vor der Ausbildung ein Praktikum

Ein Praktikum absolvierte vor drei Jahren auch der Groß Garzer auf dem ehemaligen Standort des KfL, der nach dem Sekundarschul-Abschluss sich für den Beruf des Mechatronikers entschied. "Als Jugendlicher habe ich oft Bekannten auf einem landwirtschaftlichen Hof geholfen. Und später interessierte ich mich für die Technik. Da lag es nahe, diesen Berufsweg einzuschlagen", sagt Kretschmann, der sich jederzeit an seine Kollegen, Bernd und Eckhard Hannemann, und Werkstattleiter Uwe Plaethe, wenden konnte, die ihm mit Rat und Tat zur Seite standen und stehen.

Landwirtschaftliche Geräte, seien es Traktoren, Erntemaschinen oder die kleinere Futterwerk-Technik, stehen auch zukünftig im Fokus von Robin, der erst einmal als junger Mitarbeiter Erfahrungen sammeln möchte. "Und später will ich meinen Meister machen", hat er noch ein großes Ziel.