Königsmark (fsc) lMit dem Puppenspiel "Der Froschkönig" gastierte die Havelländer Puppenbühne in dieser Woche in der Kindertagesstätte "Kleiner Fratz" in Königsmark. Mit großen Augen verfolgten die Kinder das Geschehen um die wortbrüchige Königstochter Tausendschön und den Frosch mit der Krone auf dem feuchten Haupt. Zu den Zuschauern gehörten auch Bewohner der im Ort ansässigen Heilpädagogischen Einrichtung der Diakonie.

"Das Märchen macht deutlich, dass selbst Unangenehmes sich in etwas Schönes verwandelt, vorausgesetzt, das alles auf rechte Art und zum richtigen Zeitpunkt geschieht", sagt Puppenspielerin Alexandra Schneider. Die junge Frau ist alles in einer Person: Führerin aller am Spiel beteiligten Puppen, Regisseurin, Bühnenbildnerin, Inhaberin des kleinen Theaters und Schöpferin von Eigeninszenierungen.

Das Figurentheater hat seinen Sitz im Großderschauer Ortsteil Rübehorst im Havelland. "Ich kann nicht genau sagen, wie lange die Tradition zurückreicht", überlegt sie, "jedenfalls haben meine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern schon Theater gespielt. Als Kind eines Wandertheaters war es für mich bereits im Alter von fünf Jahren völlig normal, auf der Bühne zu stehen" Sie sei mit ihrer kleinen Bühne schon mindestens das zehnte Mal in Königsmark, erzählt Alexandra Schneider. Vorwiegend gastiere sie im Kulturzentrum in Rathenow, spiele aber auch regelmäßig in anderen Kindertagesstätten wie in der Osterburger Einrichtung"Jenny Marx", und ein weiterer Spielort in der Biesestadt sei die Begegnungsstätte der Volkssolidarität. Märchen wie "Das tapfere Schneiderlein", "Der gestiefelte Kater", "Rotkäppchen" und auch selbst inszenierte moderne Geschichten würden immer wieder gern gesehen, macht die Puppenspielerin deutlich.

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