Das Markgraf-Albrecht-Gymnasium erlaubt morgen Blicke hinter die Fassaden seiner Unterrichtsgebäude. Schüler und Lehrer laden in der Zeit von 10.20 bis 12 Uhr zu einem "Tag der offenen Tür". Dabei rücken auch die baulichen Veränderungen der zurückliegenden Monate in den Fokus.

Osterburg l Verbesserungen in den Brandschutz, die der Landkreis im zweiten Halbjahr 2014 im Haus A der Schule umsetzte, verhalfen dem Erdgeschoss des Gebäudes zu einem frischen Anstrich. Mehr noch: Sie waren Anlass für einen umfassenden Umbau der Räumlichkeiten. So ist der Verwaltungsbereich der Schule umstrukturiert, modernisiert und erweitert. Weil der frühere Speiseraum ausgedient hatte und mit Beginn des Unterrichtsjahres 2014/15 durch eine Containerlösung auf dem Hof der Lernstätte ersetzt wurde, konnte zudem ein neues Lehrerzimmer eingerichtet werden. Es bietet 40, zum Teil auch mit Computern ausgestattete Plätze.

Schulleiterin Elke Hein freut sich über die verbesserten Bedingungen. Und schließt dabei ausdrücklich die aktuelle Mittagsversorgung ein. Denn der auf dem Hof und in Nachbarschaft zur Sporthalle aufgestellte Container sei in jeder Hinsicht eine Verbesserung gegenüber der bedrückenden Enge des früheren Speiseraumes, betont Elke Hein. Das wirkt sich auch auf die Nutzer-Zahl aus. "Die ist angestiegen, derzeit nutzen täglich 180 bis 190 Personen unser Angebot zum Mittagessen", macht die Schulleiterin deutlich.

Trotzdem soll das nüchterne Provisorium auf der Pausenfläche nur ein Zwischenspiel bleiben. Dabei freut sich Hein über Signale aus dem Stendaler Landratsamt, die den Bau einer Mensa auf dem Schulstandort unterstützen und die von Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz befürwortete Lösung mit der Musikmarkthalle ins Abseits stellen. Allerdings scheint auch die von der Schule ins Spiel gebrachte Variante eines eigenständigen Gebäudes auf dem Standort des heutigen Hochbeetes nicht mehr die erste Option. Im Schulausschuss des Kreistages sprachen die Mitglieder in dieser Woche über eine Variante, die den Anbau eines Multifunktionalraums an der nordwestlichen Außenfront des heutigen Hauptgebäudes vorsieht. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Offen scheint ebenso, wann der neue Speiseraum tatsächlich Gestalt annimmt. Aufgrund der vom Landkreis angestrengten Stark-Förderung kommt ein Zeitraum von 2016 bis 2022 in Betracht.

Gymnasiumsleiterin Elke Hein hofft auf eine möglichst frühe Lösung. Aber auch andere Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen scheinen nötig und drängen auf eine schnelle Verwirklichung. So müsse der Sprachbereich des Lernortes unbedingt grundlegend erneuert werden. Schon mit Blick auf sich abzeichnende Novellierungen in den Lehrplänen des Sprachunterrichts sei es beispielsweise dringend geboten, die Kabinette internettauglich aufzurüsten, nannte die Schulleiterin ein Beispiel. Handlungsbedarf sieht Hein auch bei den sanitären Bereichen des Gymnasiums, "die immer noch den ,Charme` der 70er Jahre versprühen. Die Toiletten sind dringend zu erneuern", mahnte sie an.

Die Beispiele zeigen, dass auf den Landkreis Stendal weiterhin ein umfangreicher Aufgabenkatalog wartet, bevor seine Osterburger Bildungsstätte vollständig modernisiert ist. Am morgigen Tag der offenen Tür dürften aber erst einmal bereits vollzogene Erneuerungen in den Vordergrund rücken. Und inhaltliche Themen. "Unsere Gäste haben die Möglichkeit, sich von der Arbeit der Fachschaften zu überzeugen. Darüber hinaus können Eltern den Tag der offenen Tür nutzen, um mit den Fachlehrerinnen und Fachlehrern unseres Gymnasiums ins Gespräch zu kommen", kündigte Schulleiterin Elke Hein an.

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