Osterburg (nim) l Die Planspiele um drei neue Windenergie-Anlagen, die in Nachbarschaft zu den bereits zwischen Storbeck und Stadtrandsiedlung aufgestellten Stromerzeugern errichtet werden sollen, haben die Zustimmung des Osterburger Stadtrates. Die Politiker votierten mit klarer Mehrheit für das Projekt. Nicht zuletzt deshalb, weil die Windräder in der Perspektive erhebliche Mittel in die Kasse der Einheitsgemeinde spülen könnten. Zwei der Anlagen sollen schließlich auf kommunalem Grund entstehen und möglichst auch durch Osterburger Gelder finanziert werden.

Schon vor der Abstimmung wurde aber deutlich, dass die Politiker der Einheitsgemeinde jetzt ein Stopp-Schild setzen. Mit Blick auf die bereits bestehenden Parks bei Krevese/Schliecksdorf, Erxleben/Düsedau und Storbeck plädierten Räte aus den unterschiedlichsten Fraktionen für einen Schlussstrich. So stellte Jürgen Emanuel (Die Linke) heraus, dass die Einheitsgemeinde ihre Bringschuld an alternativen Stromerzeugern längst erreicht habe. "Wir produzieren viel mehr Energie, als wir verbrauchen können. Das sollen uns andere, wie zum Beispiel Bayern, erst einmal nachmachen." Heiko Fischer (SPD), Matthias Müller und Matthias Lenz (beide CDU) lehnten ebenso weitere Windkraft-Projekte ab. Lenz sprach sich zudem für einen Grundsatzbeschluss aus, um etwaigen Interessierten von vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen. Nico Schulz begrüßte die Idee. Der Bürgermeister betonte aber auch die große Bedeutung des Wische-Landschaftsschutzgebietes, das die östlichen Territorien der Einheitsgemeinde vor den Windrädern bewahren könnte. Schließlich könne auch der vom Stadtrat ins Auge gefasste Flächennutzungsplan dazu beitragen, weitere mögliche Eignungsgebiete um Osterburg herum auszuschließen. Schulz machte am Donnerstagabend keinen Hehl daraus, dass er von Interesse an weiteren Energie-Erzeugern in der Einheitsgemeinde wisse. "Konkrete Pläne liegen uns aber nicht vor. Vielleicht auch deshalb, weil ich immer wieder klargestellt habe, dass ich diese Projekte nicht unterstützen werde", betonte der Bürgermeister.