Die Feuerwehr Behrendorf hat in den zurückliegenden Jahren eine durchweg positive Personalentwicklung vollzogen. Unter anderem darüber berichtete der Wehrleiter Johannes Schäfer bei der Jahreshauptversammlung am Sonnabend.

Behrendorf l Wehrleiter Johannes Schäfer begrüßte neben den Kameradinnen und Kameraden eine Reihe von Gästen zu der Versammlung im Dorfgemeinschaftshaus. Dazu zählten unter anderem der Ordnungsamtsleiter der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, Karsten Rottstädt, Werbens Bürgermeister Jochen Hufschmidt sowie Vertreter der benachbarten Ortswehren.

Mit einer positiven Nachricht begann der Wehrleiter seinen Rechenschaftsbericht: der Feuerwehr Behrendorf gehören derzeit 41 aktive Kameraden an. 2009 waren es noch 22. Seither hat es einen stetigen Aufwärtstrend gegeben. "Dies ist eine erfreuliche Entwicklung" unterstrich Schäfer. Der Jugendwehr gehören derzeit sechs Nachwuchskräfte an und der Alters- und Ehrenabteilung vier.

Fehlende Leiterteile werden dringend benötigt

Im zurückliegenden Jahr mussten die Behrendorfer Brandbekämpfer zu zwei Einsätzen ausrücken. Einmal war ihre Hilfe bei einem Garagenbrand in Werben verlangt. Einsatz Nummer zwei galt der Absicherung einer Ölspur in Behrendorf. Im Vorjahr hatte die Mannschaft noch 13 Einsätze zu verzeichnen - vor allem hochwasserbedingt.

Auch in Sachen Ausbildung, so Schäfer, sei 2014 wieder viel geleistet worden - auf lokaler, aber auch auf Kreis- und Landesebene. So wurde der gute Ausbildungsstand der Behrendorfer Kameraden weiter gefestigt. Probleme habe es mehrfach bei den Ausbildungsabenden in Behrendorf gegeben, was daran gelegenen habe, dass trotz angekündigter Feuerwehrveranstaltungen der Saal des Dorfgemeinschaftshauses für andere Veranstaltungen genutzt wurde. Es müssten Regelungen gefunden werden, dies künftig auszuschließen, forderte Schäfer, der noch auf andere Ausbildungen und Übungen einging, die die Behrendorfer Kameraden absolvierten - zum Beispiel die "Tortur" im Feuercontainer. Was die sonstigen Aktivitäten betrifft, erwähnte der Wehrleiter das Weihnachtsbaumverbrennen und die Weihnachtsfeier.

Der Bericht des Jugendwartes Christoph Garlip, des Gerätewartes Christoph Melms sowie der Bericht der Wettkampfmannschaft durch Frank Haß schlossen sich an. Melms wies an die Adresse des Ordnungamtsleiters unter anderem darauf hin, dass schon seit langem Leiterteile für das Feuerwehrfahrzeug fehlen. Außerdem unterstrich er die Notwendigkeit des Ausbaus eines Raumes für die Aktivitäten der Feuerwehr auf dem Gebäudekomplex des Gerätehauses und Dorfgemeinschaftshauses. So würden sich in vielen Fällen auch Überschneidungen mit anderen Veranstaltungen vermeiden lassen. Erfreulich die Erfolgsbilanz der Behrendorfer Wettkampfmannschaft bei Ausscheiden auf Ebene der Verbandsgemeinde und darüber hinaus.

Behrendorfer wollen nicht zum Kreisausscheid

"Leider sind wir beim Kreisausscheid im vergangenen Jahr disqualifiziert worden. Die Entscheidung ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. Wir haben eine Stellungnahme an die Wettkampfleitung geschickt, aber es gab keine Reaktion. Darum haben wir beschlossen, in diesem Jahr am Kreisausscheid nicht teilzunehmen", berichtet Haß. Den Berichten schlossen sich die Grußworte an. Rottstädt und Hufschmidt fanden anerkennende Worte, dass es der Behrendorfer Feuerwehr gelungen sei, die Personalprobleme zu überwinden und einen Generationswechsel zu vollziehen. Außerdem versprachen sie, nach Lösungen bezüglich der angesprochenen Probleme und Kritikpunkte zu suchen.

Die Versammlung klang mit einem gemütlichen Beisammensein aus.