Dem Elberadweg messen die Tourismus-Förderer der Region große Bedeutung bei. Allerdings sehen sie noch Handlungsbedarf. Deshalb hofft die Verbandsgemeinde auf finanzielle Mittel eines Förderprogramms.

Seehausen l "Man weiß nicht, wo man sich gerade befindet", kritisiert Susanne Figueiredo die Beschilderung auf Deutschlands beliebtestem Radweg. Die Regionalförderin, die sich wie ihre Mitstreiter Gedanken um eine effektivere und bessere Vermarktung des Tourismus in der Region macht, fuhr einige Strecken des Elberadweges ab und stellte besonders das Manko fehlender Hinweisschilder fest.

Der Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde Seehausen unter Vorsitz von VG-Bürgermeister Robert Reck griff am Dienstagabend die Thematik aus dem Wirtschaftsförderungs- und Tourismusausausschuss, bei dem Susanne Figueiredo und die Mitglieder über mögliche Verbesserungen am Elberadweg sprachen, auf. Die Verbandsgemeinde möchte mit Hilfe von Fördergeldern die touristische Infrastruktur auf Vordermann bringen. Nach Aussage von Robert Reck sollen in den kommenden beiden Jahren rund 80000 Euro in das Projekt fließen, wobei sich der Eigenanteil in diesem Haushaltsjahr auf 7200 Euro und für das kommende Jahr auf 8800 Euro belaufen soll. Somit beträgt die Förderung 80 Prozent.

Die Tourismusbranche gebe vielen Menschen der Region die Möglichkeit, sich zu beteiligen, da gerade im ländlichen Raum Klein- und Kleinstunternehmen die Chance haben, mit besonderen regionaltypischen Angeboten für Gäste attraktiv zu sein. Deshalb sind Mängel auszumerzen. "Die Beschilderung am Radweg lässt wirklich zu wünschen übrig", weiß auch Dirk John, der als Wanzeraner direkt hinterm Deich der Elbe Zuhause ist. Der Vorsitzende des Wirtschaftsförderungsausschusses der VG hofft natürlich auch, dass entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt werden, um für die Radler bessere Bedingungen zu schaffen.

Internetseiten aktualisieren

Und Radfahrer, die abseits der Dörfer in unmittelbarer Nachbarschaft der Elbe in die Pedalen treten, möchten natürlich Kenntnis von ihrem genauen Standort haben - auch ohne GPS-System und Kartenmaterial. Zumal die Verantwortlichen mit Hinweisschildern nicht nur auf die Orte, sondern auch auf die Sehenswürdigkeiten aufmerksam machen können.

Aber das Projekt zielt nicht nur auf die Beschilderung. Beispielsweise sollten mit den Geldern auch die Internetseiten aktualisiert und Kartenmaterial angeschafft werden.