Die Bauausschuss-Mitglieder der Hansestadt Seehausen können sich eine neue innerstädtische Verkehrsregelung vorstellen. Die Kleine Brüderstraße wäre davon betroffen.

Seehausen l "Sie ist schon ein Unfall-Schwerpunkt", betonte Bauausschuss-Vorsitzender Willi Hamann nach Gesprächen mit der Regionalbereichsbeamtin Verena Schneider. Er bezog sich auf den Einmündungsbereich der Kleinen auf die Große Brüderstraße im Herzen der Alandstadt. Die in den Parkbuchten der Hauptstraße vor dem Postplatz stehenden Fahrzeuge nehmen dem Verkehrsteilnehmer, der von der Kleinen Brüderstraße auf die große Verkehrsader Seehausens auffahren will, die Sicht beziehungsweise schränken das Sichtfeld enorm ein.

"Wir wollen das Thema erst einmal diskutieren", sagte Hamann im Vorfeld. Doch nach den ersten Meinungen der Mitglieder des Bau- und Ordnungsausschusses, die sich am Mittwochabend im Ratssaal trafen, war eindeutig: Es herrscht Einigkeit darüber, dass etwas passieren muss. Sie favorisieren eine Einbahnstraßen-Regelung ausgehend vom Abzweig der Großen auf die Kleine Brüderstraße in Richtung Arendseer Straße. Demnach würde weiterhin die Möglichkeit bestehen, von der Hauptstraße auf die große Parkfläche des Klosterschulplatzes und direkt auf den Parkplatz der Sparkasse zu gelangen. Eine Zufahrt von der Arendseer Straße aus wäre mit der neuen Variante nicht mehr gegeben. Und gleichzeitig wäre der Gefährdungspunkt Kleine/Große Brüderstraße am Postplatz entschärft.

Peter Brandt, der eine Einbahnstraße "für zwingend notwendig" hält, erinnerte daran, dass der Rat vor einigen Jahren schon einmal diese Planspiele in Erwägung zog. Neben dem Aushebeln der Ausfahrt-Möglichkeit von der Kleinen Brüderstraße auf den großen "Bruder" würden die Anwohner der Kleinen Brüderstraße profitieren, da die Einbahnstraße zur Verkehrsberuhigung beiträgt, so Brandt "Das wäre die beste Variante", pflichtete ihm auch Matthias Kühnel bei, der den Antrag einer neuen Verkehrsregelung miteinbrachte. Handlungsbedarf sehen die Ausschuss-Mitglieder für den Parkplatz des Kreditinstitutes: Wer dort keine Möglichkeit für seinen vierrädrigen Untersatz findet, müsste noch eine Extra-Runde drehen, um beispielsweise die große Fläche des Klosterschulplatzes anzusteuern. Dem könnte aber entgegengewirkt werden. Der Parkplatz der Sparkasse müsste lediglich von der hinteren Seite als Zufahrt genutzt und die jetzige Einfahrt zur Ausfahrt umgewidmet werden, hieß es im Ausschuss. Zuerst müsse aber das Gespräch mit dem Geldinstitut gesucht werden, waren sich die Politiker einig.