In Osterburg verabschiedet sich ein zentraler Begegnungsort von seinem tristen Erscheinungsbild. Denn in wenigen Tagen ergreifen Baumaschinen Besitz vom August-Hilliges-Platz. Anfang April beginnt die Neugestaltung der Fläche, die sich die Kommune rund 270000 Euro kosten lässt.

Osterburg l Die Mitarbeiter eines Stendaler Bauunternehmens sollen bis Anfang Juni auf dem zentralen Platz vor der Stadtpassage den Ton angeben. Neben Pflasterarbeiten werden auch zusätzliche Anpflanzungen dazu verhelfen, dem Platz ein neues Gesicht zu geben. Neue Begrünungen stehen unter anderem am nördlichen Rand der Fläche auf der Agenda, sagte Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz. Noch nicht endgültig geklärt scheint dagegen, ob zusätzliche Zierelemente den Begegungsort verschönern. Eine Option wäre zum Beispiel, dass der momentan noch am Großen Markt aufgestellte "Stein der Einheit" auf dem Hilliges-Platz einen neuen Standort finden könnte.

Stichwort Standort: Während der Bauarbeiten stellen die Osterburger Wochenmarkt-Händler ihre Stände auf dem zwischen Stadtpassage, Proka und Parkplatz Lindenstraße gelegenen früheren Marktplatz auf. Ob die Händler anschließend wieder auf den Hilliges-Platz ziehen, scheint nach Angaben des Osterburger Bürgermeisters aber noch nicht sicher. "Die Händler müssen sich selbst darauf verständigen, ob sie sich mit den neuen Bedingungen auf dem Gelände arrangieren können", so Schulz. Schließlich sei der ihnen zur Verfügung stehende Platz zukünftig kleiner, "allein schon aufgrund der neuen Begrünung, die wir vornehmen", erklärte der Bürgermeister.

Umdisponieren müssen aber nicht nur die Händler. "Klar, für unser diesjähriges Stadt- und Spargelfest kommt der Platz nicht in Betracht. Die Festveranstalter haben aber Alternativen gefunden. So wird beispielsweise auch die nördlich an die Stadtpassage angrenzende Parkfläche in das Festgeschehen einbezogen. Das Schausteller-Aufgebot wird also nicht kleiner ausfallen als in den Vorjahren", betonte Schulz. 2016 steht dann wieder das gesamte Hilliges-Gelände für die Stadtsause zur Verfügung. Denn die Arbeiten am zweiten Teilstück (das Areal zwischen Proka und Stadtpassage) beginnen erst, wenn das 2016er Spargelfest schon Geschichte ist.