Osterburg (ama) l Anne-Katrin Berndt aus Osterburg machte am Sonnabend das Dutzend voll. Als sich am Morgen in St. Nicolai zwölf Helfer zum Kirchenputz einfanden, war die 13-jährige Konfirmandin die Jüngste in der Runde.

"Ich mach` doch zu Hause auch sauber", begründete sie ihren Fleiß. Außerdem machte ihre ältere Schwester Franziska auch mit und war damit ein richtiges Vorbild. Zu ihrer Aufgabe gehörte es auch, die Kanzlei zu wischen. "Fühlt sich gut an", sagte sie schmunzelnd. Die Liedtafel hatte sie ebenfalls entstaubt. Während sie die Orgel im Altarbereich abwischte, rollten Klaus-Dieter Freyer und Lothar Böhm neben ihr den roten Teppich aus. Die beiden gehörten zu den immer fleißigen Kirchenputzern. Frisch gesaugt kamen die Kirchenbänke wieder darauf und die Sitzauflagen.

Nach der Arbeit warteten Würstchen und Kaffee

"Herr Freyer hat schon vorgearbeitet und in der Kirche die Spinnweben entfernt", erzählte Renate Böhm, die gewissermaßen den Hut aufhatte. Oder anders gesagt: später traditionell zu Kaffee und Würstchen einlud. Denn eine fehlte diesmal, die sonst diese Aufgabe übernahm. Pfarrerin Claudia Kuhn musste wegen Krankheit ausnahmsweise passen.

Doch die Helfer kannten sich sowieso bestens aus. Reiner Ahrends und Thomas Kruppke fegten einmal alles durch. Silvio Gutsche prüfte die Beleuchtung, Susann Alm und Franziska Berndt wuschen indessen neben den Bänken alles, was einen Putz gebrauchen konnte. Sabine Müller und Michael Böhm nahmen sich die Kerzenleuchter und Infoständer vor. "Bei mir zu Hause ist schon alles in Schuss, vor allem im Garten", gab Michael Böhm zu. "Ich habe kleine Kinder und kann zu Hause direkt weitermachen", kommentierte Sabine Müller dahingegen.

Gegen Mittag waren die Helferinnen und Helfer mit der Grundreinigung der St. Nicolaikirche fertig. Ostern kann kommen.

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