Die 13. Spielzeit des Dorftheaters Gladigau ist zu Ende. Auch dieses Mal war es eine sehr erfolgreiche Saison, unterstrich Pressesprecher und Regisseur Norbert Lazay bei seinem Resümee.

Gladigau l "Es gab viel positive Resonanz vom Publikum. Das freut uns sehr, denn dieses Echo ist der schönste Lohn für die Bemühungen aller Beteiligten", sagt Norbert Lazay. "Mich persönlich hat in den Gesprächen erstaunt, wie genau das Publikum beobachtet und wie aufmerksam es die Entwicklung der einzelnen Figuren im Verlauf des Stückes verfolgt. Auch das Bühnenbild, das mit seinen Requisiten dieses Mal eine Wohnung in den 1950er Jahren zeigt, wurde ausgiebig "unter die Lupe genommen". Mancher erkannte sogar Einrichtungsgegenstände wieder, die in ähnlicher Form früher im eigenen Zuhause gestanden haben", berichtet er schmunzelnd.

Intendant Horst Bannehr unterstreicht diese Aussage, lässt Zahlen und Fakten für sich sprechen: 1620 Zuschauerinnen und Zuschauer konnte das Dorftheater in dieser Spielzeit begrüßen. Sie kamen aus 37 Dörfern und 7 Städten, aus der Prignitz und der Börde. Einige Dorftheater-Fans reisten sogar aus Hannover, Hamburg und Magdeburg an.

Dass Ministerpräsident Reiner Haseloff erneut bei der Premiere dabei war, ist nach Meinung von Norbert Lazay ein sicheres Zeichen dafür, dass sich das Dorftheater Gladigau immer mehr zu einem gesellschaftlichen Höhepunkt entwickelt, der über die Grenzen der Altmark hinaus wahrgenommen wird. Seit Bestehen des Ensembles besuchten schon 17550 Gäste die beliebten Aufführungen in plattdeutscher Mundart. Dabei wurde in dieser Spielzeit deutlich, dass sich ein Generationswechsel bei den Zuschauern vollzieht, denn ein beachtlicher Teil von ihnen saß zum ersten Mal im Saal des "Dörpschen Krugs".

Beim aktuellen Stück "Mannslü sünd ok bloß Menschen" standen mit acht Darstellern so viele Mitwirkende wie noch nie auf der Bühne. Nicht nur ihnen wurde viel abverlangt, sondern auch dem Team der Techniker, das dafür sorgen musste, dem Publikum fünf imaginäre Räume auf der kleinen Bühne zu präsentieren.

"Dass die Zuschauer auch in dieser Spielzeit wieder jede Menge zu lachen hatten, ist der Verdienst des gesamten Ensembles. Alle haben vor und hinter den Kulissen ihr Bestes gegeben. Und dafür gebührt ihnen ein herzliches Dankeschön", betont Intendant Horst Bannehr.

"Bedanken möchten wir uns außerdem bei den Wirtsleuten Marita und Joachim Roloff für ihre Gastfreundschaft, beim Theater der Altmark Stendal, das uns seit Jahren mit Kostümen unterstützt, sowie bei zahlreichen Privatleuten aus der gesamten Altmark, die Requisiten fürs Bühnenbild beigesteuert haben", ergänzt Norbert Lazay.

Auch für die Sponsoren, deren Zahl in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen ist, findet er lobende Worte.

Einig sind sich Pressesprecher und Intendant in diesem Fazit: "Es ist immer wieder ein gutes Gefühl, wenn man nach Beendigung der Spielzeit sagen kann: Es hat allen viel Spaß gemacht - den Zuschauern und den Mitwirkenden!"

Im April gönnen sich die Gladigauer Akteure eine kleine Auszeit vom Theater-Trubel, doch schon ab Mai wird wieder Ausschau nach dem nächsten Stück gehalten.