Osterburg l Schon im Namen der Hansestadt ist verborgen, was die Schützengilde zu Osterburg von 1707 in jedem Jahr um diese Zeit anbietet: ein Oster- und Preisschießen.

25 Schützinnen und Schützen beteiligten sich am Sonnabend daran. Das sei zwar nicht optimal, sagte Gildevorsitzender Ulrich Bauer, aber "wir können mit der Resonanz auf unsere Einladung zufrieden sein". Ort des Geschehens war der neu eingefriedete Schießstand der Gilde auf dem Fuchsbau. Teilnahmeberechtigt waren alle Bürger ab dem vollendeten 15. Lebensjahr.

Gastgeber stellte 18 Preise zur Verfügung

Insgesamt standen 18 Preise zur Verfügung. Der gildeeigene Osterhase hatte nahezu gleichwertig Trinkbares, österliches Naschwerk und Kosmetika zur Auswahl hübsch verpackt. Der bei solchen Preisschießen gebräuchliche "Verteilerschlüssel" galt auch hier: Zwei Bürgerschützen folgte jeweils ein im Deutschen Schützenbund (DSB) organisierter Schütze. Geschossen wurde mit dem üblichen KK-Gewehr M 150 auf in einer Entfernung von 50 Metern angebrachten Zehner-Ringscheibe, sitzend aufgelegt. Je Scheibe war eine Serie von fünf Schuss abzugeben. Es konnten beliebig viele Serien geschossen werden; die sechste, zwölfte und 18. Serie waren gratis. Auch schon traditionell war, dass Gildemitglied Rolf Fischer das Osterschießen organisiert hatte. Die Leitung des Schießens und gleichzeitig Standaufsicht hatte Detlef Koeppen übernommen, während Jörg Matthäus, wie Koeppen ebenfalls passioniertes Gildemitglied, die Anmeldung der Schützen und die Munitionsausgabe besorgte. Eine der "guten Seelen" der Gilde, Ramona Fischer, war für die Versorgung mit Bockwurst, Frikadellen und Getränken zuständig. Die Auswertung nahmen Bauer, Matthäus und Rolf Fischer vor; vorn waren die Ringzahlen 48 und 47 abonniert. Demzufolge siegte bei den Bürgerschützen Sören Engel mit 48 von 50 möglichen Ringen vor Klaus Jurok (47) und Tassilo Teek (ebenfalls 47). Der sonst nahezu immer auf den ersten Plätzen zu finden gewesene Rolf Gehrmann aus Häsewig kam diesmal mit gleichfalls 47 Ringen auf Rang vier. Bei Ringgleichheit entschied der dem Zentrum am nächsten gelegene Schuss, so dass es kein Stechen gab.

Bei den DSB-Schützen gingen die vorderen drei Plätze an die Goldbecker Schützendynastie Blume, Mitglieder des dortigen Kleinkaliber-Schützenvereins. Erster mit 48 Ringen wurde René Blume, gefolgt von Bernd Blume und Patrik Blume. Vierter wurde Eckhard Blume (alle 47).