Aus zwei mach eins: Zukünftig möchte sich die Verbandsgemeinde Seehausen auf einer Internet-Plattform mit allen Kommunen wiederfinden.

Seehausen l Die Hansestadt Seehausen ist im weltweiten Netz mit einem Auftritt präsent. Und die Verbandsgemeinde ebenso. Dass dies Nachteile mit sich bringt, ist den Mitgliedern der Tourismus-Ausschüsse der Stadt und der VG bewusst. Sie werden sich für eine gemeinsame Seite im Internet stark machen. Beide Ausschüsse nahmen sich am Donnerstagabend diesem Thema an.

"Zwei verschiedene Auftritte sind ungünstig", begann Dirk John, Vorsitzender des Tourismus-Ausschusses der VG, die Diskussion. Dass ein gemeinsamer Auftritt nicht nur von Seiten der Verbandsgemeinde gewollt ist, unterstrich auch Seehausens Bürgermeister Detlef Neumann. "Das ist wirklich sehr irreführend", betonte er hinsichtlich verschiedener Seehausen-Seiten im Netz. Er verwies auch auf den Kontakt der Hansestadt zu einem Unternehmen, dass sich auf die Erstellung von Webseiten spezialisiert hat. Die noch zu erwartenden Entwürfe könnten als Vorschläge für eine gemeinsame Plattform angesehen werden.

Alle Gemeinden sollten mitspielen

Walter Fiedler kommt es bei diesem Thema vor allem um die Einigkeit an. Ihm ist es wichtig, dass alle zur Verbandsgemeinde gehörenden Gemeinden den Willen für diese Sache bekunden. "Entscheidend ist, das alle mitspielen." Einig war sich die Runde auch darüber, dass nicht nur der Gedanke des Tourismus eine bedeutende Rolle auf den zu erstellenden Seiten einnehmen sollte. Die Vorstellung der gesamten Region, das Vereinsleben in den Orten und Angaben über die Wirtschaft wurden als weitere drei wichtige Teilbereiche genannt.

Das Thema eines gemeinsamen Auftritts im Internet führte zwangsläufig auch zur Frage nach einer schnellen Datenübertragung. Denn viele Teile der Verbandsgemeinde Seehausen sind nicht an die Daten-Autobahn angebunden. Ein Ausbau des Kabelnetzes sei dringend erforderlich. Diese großen Nachteile kritisierten auch zwei Bürger, die sich in der Ausschuss-Sitzung zu Wort meldeten. Sowohl für die Ausschuss-Mitglieder als auch für Verbandsgemeinde-Bürgermeister Robert Reck ist der Frust nachvollziehbar. "Wir müssen regelmäßig nachhaken", waren sich die Mitglieder einig. Die Verwaltung wird beauftragt, ein entsprechendes Schreiben an den Zweckverband Breitband Altmark, in dem die Verbandsgemeinde Mitglied ist, zu verfassen. Ein Verantwortlicher dieses Verbandes sollte nach Vorstellungen beider Ausschüsse im Seehäuser Ratssaal Rede und Antwort stehen.