Werder (rfr) l In anderthalb Wochen öffnen sich die Tore der Bundesgartenschau in der Havelregion. Ein Abstecher auf die westliche Seite der Elbe bietet sich an. Im idyllischen Werder warten eine Kamelien- und Rosensammlung auf Gäste. Ab sofort öffnen Rüdiger Schwesig und Carmen Marquardt in Werder (ein Ortsteil von Beuster) an jedem Sonntag ihren Blumen- und Pflanzenreich für interessierte Besucher.

Vom Hausherrn und seiner Lebensgefährtin war zu erfahren, dass die ersten, teils über mannshohen Kamelien, die zur Familie der Teestrauchgewächse gehören, bereits Heiligabend blühten. Einsetzende Fröste vernichteten zwar einen Teil der Blüten, aber die noch geschlossenen Knospen erblühen ständig in großer Zahl neu.

Vor 15 Jahren hatten beide mit dem Pflanzen dieser Kamelien begonnen, von denen es bis jetzt über 25 Sorten in ihrem Hauspark gibt. Bekannt ist der Park auch für seine riesigen Rhododendronbestände. Einige, besonders aus dem Außenbereich, fielen aber dem jüngsten Hochwasser zum Opfer. Sie wurden gerodet. In dem frei werdenden Bereich pflanzten beide zirka 200 verschiedene Sorten Rosen, die mit dem Hochwasser besser zurecht kommen. Darunter sind unter anderem englische Kletter- und auch Ramblerrosen, eine Rosenart mit biegsamen, dünnen Trieben. Diese können bis zehn Meter hoch klettern und erinnern fast an Lianen.

Wie auch in den vergangenen Jahren können nun sonntags die Besucher auf dem Hof unter einem aufgestellten Pavillon bei Kaffee und Kuchen mit den beiden Parkbesitzern ins Gespräch kommen.