In diesem Herbst wird es erneut kein Plummusfest geben. Gemeinde und Vereine haben sich aber über eine Lösung ab dem nächsten Jahr verständigt: Die Kommune hat den Hut auf und das Fest findet alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Grünen Wochenende Iden statt - in der alten Zuckerfabrik.

Goldbeck l Die Gemeinde hat sich erst geziert und jetzt doch den Hut auf - aber in erträglichem Maße. Nicht nur, dass das überregional beliebte Plummusfest ab kommendem Herbst nur alle zwei Jahre stattfinden soll, es hat mit dem Umzug in die Zuckerhalle auch einen wetterunabhängigen Standort. "Das war uns sehr wichtig", sagt Thorsten Dobberkau als Bürgermeister der Gemeinde Goldbeck. 3000 Euro Risikokapital sollen nach jetzigem Stand für die Veranstaltung in den Haushalt eingestellt werden, "so dass wir kein Minus machen". Jetzt, da die Gemeinde aus der Haushaltskonsolidierung ist, sei dies möglich.

Und warum erst im nächsten Jahr? Das liege schlicht daran, dass in diesem Herbst kein passender Termin mehr zu finden sei. Der avisierte 19. September ist, wie den Beteiligten erst auf ihrem Treffen klar wurde, schon durch das gemeinsame Jubiläumsfest von Krusemark (825 Jahre) und Groß Ellingen (750 Jahre) belegt. "Und wir machen uns gegenseitig keine Konkurrenz", so Dobberkau. Die Wochenenden davor und danach seien ebenfalls besetzt, "und mehr geht schon gar nicht, die Pflaumen müssen ja reif sein".

Die Idee, das Fest nur alle zwei Jahre zu veranstalten, immer im Wechsel mit dem Grünen Wochenende in Iden, kam von Michael Dihlmann und stieß bei den Beteiligten auf Zustimmung.

Vier Mal hat Goldbeck untem dem Namen Plummusfest Gäste angelockt, zuletzt kamen etwa 1200 Besucher auf den Vier-Seiten-Hof des Goldbeckers Peter Schulz. Im vergangenen Jahr erklärte der Kulturförderverein Östliche Altmark, dass er sich nicht mehr im Stande sehe, die Hauptorganisation zu übernehmen. Dabei ging es vor allem um die mit der Veranstaltung verbundenen Haftungsverpflichtungen. Das Fest habe sich zu einer stark frequentierten Tag- und Abendveranstaltung gemausert. So fiel das Plummusfest aus, obgleich alle bekundeten, dass sie eine Lösung finden wollen. Es war dann Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf, der auf der diesjährigen Grünen Woche verkündete, dass es das Plummusfest wieder geben wird. "Jetzt wollen wir ihn natürlich auch nicht hängen lassen", so Dobberkau.

Der Kultur-Ausschuss wird dem Gemeinderat nun die beschriebene Handhabe vorschlagen. Nach der Sommerpause soll das Plummusfest 2016 auf die Tagesordnung. An Bewährtem soll auf jeden Fall festgehalten werden: Sechs Kessel, sechs Gruppen, umrahmt von einem Kulturprogramm. "Die Gemeinde lebt von Menschen mit Initiativen, wir kriegen das schon hin", sagt Dobberkau.