Osterburg (fsc) l Eine ganze Kollektion von Handarbeiten bedeckte vor wenigen Tagen einen großen Tisch in der Volkssolidarität. Mitglieder der von Helga Münz geleiteten Gruppe der Strick-, Stick- und Häkelfrauen übergaben Mützen, Schals, Pullover und Strickjacken an Margrit Rieger, stellvertretende Vorsitzende des "Hilfswerkes Kinder von Tschernobyl". Rieger, die selbst der Handarbeitsgruppe angehört, hatte einst die Strickaktionen angeregt. Mittlerweile ist es das 15. Jahr, dass Handarbeiten, Schuhwerk und normale Bekleidung auf die Reise nach Narowlja in Weißrussland gehen. Heute starten zwei Kleinbusse mit den Sachen in die von der Reaktorkatastrophe am 26. April 1986 schwer getroffene Region Tschernobyl. Zu der siebenköpfigen Begleitung gehört auch Margrit Rieger.

"Seit dem Herbst haben wir für diese Aktion gestrickt und gehäkelt", sagte sie. "Die Sachen stammen aber nicht nur von uns. Darunter sind auch Spenden von Frauen aus Osterburg und Umgebung. Und dazu gehören ebenfalls Arbeiten von der Handarbeitsgruppe aus Stendal-Borstel", erzählte Rieger.