Beim nachösterlichen Tanz am Mittwochnachmittag hatten die Bewohner und die Betreuer im Seehäuser DRK-Altenpflegeheim "Am Kaland" um Hausleiterin Regine Roger-Knade besonderen Grund zum Feiern.

Seehausen l Bei Kaffee und Kuchen, kleinen Erfrischungen sowie Live-Musik mit Adolf Libera und Bernd Dittebrandt - zusammen besser als Duo "ADI" bekannt -, stießen sie auf die ersten "Spatenstiche" für den geplanten Anbau am Speiseraum an.

Die Baustelle wurde schon vor zwei Wochen eingerichtet. Nach diversen Schachtarbeiten sollen noch in dieser Woche die neuen Fundamente gegossen werden. Rund 260000 Euro investiert der DRK-Kreisverband "Östliche Altmark", um fast 100 Quadratmeter Raum zu gewinnen und den Speiseraum so um gut ein Drittel zu vergrößern. Die Maßnahme ist auch dringend nötig, weil das Haus zum einen voll belegt und zum anderen der Anteil der Rollstuhlfahrer relativ hoch ist, erklärte die Hausleiterin auf Nachfrage der Volksstimme.

85400 Euro Förderung

Allerdings gab es neben dem Baustart noch einen Grund zur Freude. Eine Förderung in Höhe von 85400 Euro durch die ARD-Fernsehlotterie hilft dem Träger bei der Investition unter die Arme.

Um in den Genuss der Bezuschussung zu kommen, reichten die Verantwortlichen aus Seehausen und Stendal ein Konzept ein, bei dem eine Hälfte des vergrößerten Speiseraumes auch als grüne Sinnes- und Therapie-Oase genutzt werden kann. Heißt, dass es im Anbau besonders viele Pflanzen geben wird. Außerdem soll zum Beispiel ein Pfad mit verschiedenen Naturmaterialien entstehen, der barfuß zu begehen und zu erleben ist.

Größte Hürde des Projektes war neben der Finanzierung das begrenzte Platzangebot, das es auch den Bauleuten um Polier Thomas Dobberkau nicht leichter macht. Die Pläne sehen vor, den jetzigen Raum auf seiner ganzen Länge zu verbreitern. Zusätzlich wird die Terrasse einbezogen, der Regine Roger-Knade offenbar nicht zu sehr nachtrauert, weil es dort oft windig und im Sommer mitunter zu heiß gewesen sei.

Übergabe zum Herbstfest

Die Fertigstellung des erweiterten Speiseraumes, in dem die Senioren auch ihre monatlichen beziehungsweise jahreszeitlichen Höhepunkte feiern, ist für September geplant. Das Herbstfest wäre quasi der passende Rahmen für die Einweihung, bestätigt die Heimleiterin in sichtbarer Vorfreude und macht sich daran, ihren Mitarbeitern beim nachösterlichen Tanz unter die Arme zu greifen oder auch ein Tänzchen mit den Bewohnern zu wagen. Denn nicht alle sind auf einen Rollstuhl angewiesen.