Goldbeck (kop) l Ein Rasentraktor muss her, aber wie soll er beschaffen sein? Darüber entbrannte am Mittwoch im Bauausschuss Goldbeck eine lebhafte Diskussion. Eckhard Ladtsch als Vorsitzender plädierte nach dem Besuch eines Kommunaltechnikers in Irxleben für einen Rasentraktor mit so genanntem Überfahrwerk. Das hätten viele Gemeinden und das sicher nicht umsonst. Oder? Ausschussmitglied Klaus Heinl stellte das in Frage. Er habe diese Technik in seinem Betrieb und es gebe nur Probleme. "Die Reparaturkosten sind immens, ich würd` mir das nie wieder zulege n", so der Spargelbauer. Die Gemeinde habe schließlich auch große Flächen zu bewirtschaften, da brauche es schon "etwas Ordentliches". Heinl plädiert für ein Mähwerk zum Hinterherziehen. Das nehme die Mahd auch auf und sei nicht so empfindlich, wenn mal ein Stock zwischen die Messer kommt. Die Reparaturkosten sahen auch Annedore Müller und Horst-Günther Vorlop als wichtiges Kriterium an. Der jetzige - verschlissene - Rasentraktor sei aufgrund der ganzen Reparaturen fast dreimal bezahlt worden, stimmte auch Bürgermeister Torsten Dobberkau zu.

Doch, wer soll das bezahlen? Der Gemeinderat hat die für die Anschaffung erst angenommenen 20000 Euro schon verdoppelt, im Haushalt wurde auf 40000 Euro nachjustiert. "Und mehr bekommen wir auch nicht", betont Ladtsch. Er sei auch für gute Technik, bezweifle aber, dass die von ihm angesehene so schlecht sei. "Dann wäre die Firma nicht so marktführend." Auf Initiative von Heinl will sich die Gemeinde nun einen Kommunaltraktor mit Mähwerk zum Hinterherziehen vorführen lassen. "Auf dem nächsten Gemeinderat möchte ich etwas empfehlen können", sagt Ladtsch. Zur Grundausstattung gehören neben einem Mähwerk auch ein Schiebeschild und eine Hochentladung.

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