Die vorläufigen Ergebnisse beim Trink- und beim Abwasser sind erfreulich, bilanzierte Dieter Schröder bei der jüngsten Verbandsversammlung des Wasserverbandes Stendal-Osterburg (WVSO).

Osterburg l Der Geschäftsführer informierte am Mittwochnachmittag die Anwesenden von den beiden positiven Abschlussergebnissen in den 2014er Geschäftsbereichen des Trink- und des Abwassers. Zwar steht der Besuch des Wirtschaftsprüfers in diesem Unternehmen noch bevor, dennoch ist der Verband mit den vorläufigen Zahlen zufrieden.

Im Trinkwasserbereich kann ein Überschuss von rund 640000 Euro ausgewiesen werden. Ein entscheidender Faktor für das gute Ergebnis sind rückläufige Zinsaufwendungen, sagte Schröder. Ein vor einigen Jahren aufgenommenes Darlehen konnte zinsgünstiger umgeschuldet werden. Auch beim Abwasser steht eine schwarze Zahl: Das Plus von rund 263000 Euro beruht auch auf "ein einmaliges Ereignis", merkte der Geschäftsführer in der Runde an. In diesem Fall ist es eine Auflösung von nicht mehr benötigter Rückstellungen aus der Abwasser-Abgabe.Auf das sich abzeichnende Ergebnis reagierte der Verband bereits mit der Senkung des Trinkwasserpreises zum 1. Januar 2015.

Und noch etwas wird für die Kunden billiger. Das Entgelt für die Ausfuhr von Kleinkläranlagen verringert sich um zwei Euro. Das beschloss die Verbandsversammlung einstimmig. Veränderte Rahmenbedingungen und Kostenstrukturen ermöglichen es, das Entgelt auf 40 Euro pro Kubikmeter zu senken. Die neue Regelung tritt ab 1. April rückwirkend in Kraft.

Rund sieben Million Euro investiert der Verband, der für rund 59000 Einwohner zuständig ist, dieses Jahr in Vorhaben im Trink- und Abwasserbereich. Dazu zählen unter anderem die Erneuerung der Kanalnetze in Möllendorf, Häsewig, Goldbeck und Düsedau. Da auch das Straßenbauvorhaben in der Osterburger Melkerstraße ab Sommer realisiert werden soll, ist der Wasserverband auch bei dieser Maßnahme im Boot. Ab August soll zunächst die Melkerstraße vom Platz des Friedens bis zum Einmündungsbereich des Geschwister-Scholl-Weges auf Vordermann gebracht werden. Schröder betonte, dass alle Maßnahmen nur durch die Unterstützung des Bundelandes umgesetzt werden könnten.

Verband stellt vier Auszubildende ein

Das Wasserwerk in Seehausen erhält neue Steuerungstechnik. Diese kommt aus Tangerhütte, da das dortige Wasserwerk aufgebeben wurde. Das ist dem Umbau des Wasserwerkes in Groß Schwarzlosen geschuldet. Das Millionen-Projekt wird am 22. April eingeweiht.

Der Wasserverband Stendal-Osterburg wird in diesem Jahr vier Auszubildende einstellen. Ein Quartett wird ab 1. August die Azubi-Zeit beim Verband beginnen. Ein Duo wird den Beruf des Industriekaufmannes erlernen. Eine Person wird als Fachkraft für die Abwassertechnik ausgebildet, eine andere als Fachkraft für die Wasserversorgungstechnik.