Osterburg (nim) l Anfang des Jahres rückte die Verkehrssituation im nördlichen Bereich der Breiten Straße ins Blickfeld der Osterburger Politik. Weil insbesondere im Abschnitt zwischen der Post- und der Jüdenstraße häufig Pkw und Lkw halbseitig auf dem nicht dafür ausgelegten Bürgersteig parkten, um den Verkehr auf der lediglich 5,75 Meter breiten Fahrbahn nicht zu blockieren, steuerte die städtische Verwaltung Gegenmaßnahmen an.

Die kurz im Bauausschuss sowie im Osterburger Ortschaftsrat andiskutierten Vorschläge reichten von etwaigen Umbauten wie zum Beispiel die Einrichtung von Pollern bis hin zum Platzieren von Blumenkübeln oder Aufstellern, sie verschwanden aber schließlich in der Schublade.

Letztlich verständigten sich die Politiker darauf, zuerst einmal das Gespräch zu den dort ansässigen Händlern zu suchen, schließlich soll es sich bei den parkenden Lkw in der Regel um Lieferanten handeln.

Die Hoffnung der Räte, dass die Geschäftsinhaber nachhaltig auf ihren Lieferverkehr einwirken könnten, scheint aufzugehen. Denn mehrere Wochen nach den Diskussionen schätzte Osterburgs Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose jetzt zufrieden ein, "dass sich die Situation vor Ort doch ein Stück weit verbessert hat." Mit der Überlegung, statt auf bauliche Veränderungen auf den Austausch mit den Anliegern zu setzen, hätten die Räte richtig gelegen. Das sei auch bei Gesprächen mit den dort engagierten Geschäftsleuten deutlich geworden. "Ich habe mich selbst mit mehreren Händlern über das Parkproblem ausgetauscht. Poller und ähnliche Umbauten wurden von ihnen einmütig abgelehnt", sagte der Osterburger Ortsbürgermeister.