Gladigau (rfr) l Gleich 28 Dörfer rings um Gladigau wurden im Jahr 1238 auf einem Papier zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Weil die Gladigauer vor zwei Jahren die Konkurrenz vieler Jubiläums-Feiern scheuten, entschlossen sie sich, erst das 777-jährige Bestehen des Biesedorfes groß zu feiern. Das wird von Freitag, 5., bis Sonntag, 7.Juni, der Fall sein.

Nachdem die Gladigauer schon für eine einladende Blumenrabatte gesorgt haben (wir berichteten) schmückt den Ortseingang aus Richtung Osterburg seit dem Wochenende eine Burg. Keine echte, sondern eine mobile, aber dafür in unmittelbarer Nachbarschaft zur alten Burg, die früher auch Zollstelle am Grenzfluss zwischen den Bistümern Halberstadt und Verden/Aller war, erklärte Pfarrer Norbert Lazay.

Blickfang für Jury

Die Holzkonstruktion, die fleißige Hände Sonnabendvormittag errichteten, stammt übrigens aus dem brandenburgischen Trebblin, wo sie allerdings nur zwei Wochen im Jahr den Weihnachtsmarkt ziert und sonst eingemottet ist. Der dortige Kämmerer habe den Handel mit den Gladigauern möglich gemacht, hieß es beim Aufbau vor Ort.

Norbert Lazay, Bürgermeister Matthias Müller und viele anderen rührige Einwohner wollen mit der Burg, die bei Bedarf übrigens auch über eine weithin sichtbare Beleuchtung verfügt, aber auch ein Zeichen für innerdörflichen Aktivitäten setzen, wenn in gut zwei Wochen die Jury des Bundeswettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" zur Ortsbesichtigung anreist. Bis dahin sollen auch zahlreiche Puppen das Dorf schmücken und auf das Ortsfest hinweisen.